Mit ‘Hezungsinstallation’ getaggte Beiträge

(Kilo)meterweise neue Rohre

Veröffentlicht: 11. September 2012 in Heizung
Schlagwörter:, ,

Soll ein altes Haus für eine neue Nutzung mit den heute üblichen Komfortstandards ertüchtigt werden (wie ich es immer mal wieder lese), muss natürlich auch einiges an der Infrastruktur von Kabeln und Rohren verändert werden. In unserem Fall müssen aber nicht einfach nur alte Rohre ersetzt werden, sondern es muss eine ganze Reihe von Änderungen vorgenommen werden.

Zum einen verändern wir die Nutzung der Räume. Die Küche wandert von einem Raum in einen anderen, der die notwendigen Anschlüsse dafür gar nicht enthält. Zum anderen sollen die bisherigen Bäder in Zukunft teilweise als Wohnräume genutzt werden und andere Bereiche sind jetzt die neuen Bäder. Das solche Veränderungen in der Nutzung von Räumen auch entsprechende Änderungen an der Verrohrung nach sich ziehen, erschließt sich fast von selbst.

Zusätzlich stellen wir auch auf ein modernes Heizsystem um. Die alten Öleinzelöfen mit einer zentralen Ölversorgung werden durch Heizkörper und Fußbodenheizung ersetzt. Zuerst haben wir die alten Kupferleitungen, die quer durchs Haus gelaufen sind und die Einzelöfen mit Öl gespeist haben, abgebaut. Das war ab und zu mit etwas Sauerei verbunden, da immer noch Öl nachgelaufen ist. Als nächstes hat unser Sanitär- und Heizungsinstallateur innerhalb kürzester Zeit wahrscheinlich Kilometer neuer Rohre verlegt. Dazu wurden Mauern durchbrochen, Dielen aufgesägt und Aufnahmen für die neuen Leitungen verschraubt. Noch sind sie mitten in der Arbeit aber die Deckenansicht im Heizungskleller hat sich schon stark verändert.

  

Für den ersten Stock konnten die Heizungsbauer recht einfach das Mezzanin nutzen, um dort die Wasser- und Heizungsrohre unter die Decke zu hängen. Hier ist genügend Platz vorhanden um das nötige Gefälle fürs Abwasser zu ermöglichen und auch später noch eine Dämmung einzubringen. Denn die Lehmwickel, wie sie auf dem zweiten Bild zu erkennen sind, sind sicher nicht das Beste, was es derzeit gibt. Von den Hauptleitungen für den ersten Stock aus wird dann einfach in jedem Raum das Heizungsrohr nach oben geführt. Dann können die neuen Heizkörper sinnvoll angeschlossen werden.

Für den zweiten Stock haben wir zwei vertikale Verorgungsschächte vorgesehen, die für die Zuleitungen und die Entwässerung genutzt werden. Die eigentlich Verteilung z.B. für die Fußbodenheizung im zweiten Stock wird dann wahrscheinlich auf dem Boden entlang geführt. Allerdings sind wir dort noch nicht ganz so weit gekommen, da es hier noch vom Systemaufbau der Fußbodenheizung abhängt. Der Ursprünglich Plan war die Verwendung eines Fließestrichs mit Fußbodenheizung. Allerdings ist das vorgesehene Heizsystem Uponor Minitec mit geringem Aufbau laut Estrichleger anscheinend nicht zugelassen für eine zementgebundene Ausgleichsschüttung von zum Teil 11cm. Wahrscheinlich werden wir jetzt auf ein Heizsystem von Janssen umsteigen, das ganz ohne Estrich auskommt und direkt unter den Dielen verlegt wird. An dieser Stelle möchte ich mich bei Lars für den Tip bedanken, den er hier in einem Kommentar gepostet hat.

Advertisements