Mit ‘Heizung’ getaggte Beiträge

Wie schon früher beschrieben, sind wir gerade dabei uns für die richtige Heizung zu entscheiden. Bei der Heizungserzeugung haben wir für die Eisheizung inzwischen zumindest mal die Dimensionierung des Eisspeichers. Ca. 70 Kubikmeter bräuchten wir, um den doch sehr hohen Wäremebedarf stemmen zu können. Bei den Kosten haben wir schon fast 200.000€ erreicht, weswegen das System der Eisheizung leider nicht mehr im Rennen ist.

Zwischendurch hatten wir schon auf eine sehr günstige Lösung gehofft. Das Zuhause-Kraftwerk von Lichtblick. Dabei stellt und betreibt Lichtblick ein Blockheizkraftwerk im eigenen Keller. Ich selber als Nutzer würde zu günstigen Konditionen einen Wäremeliefervertrag abschließen, der an den Gaspreis gekoppelt ist. Außerdem kommt noch ein Installationsbeteiligung von ca. 5.000€ bis 8.000€ dazu. Das Zuhause-Kraftwerk wird jetzt auch im Raum Stuttgart angeboten. Leider wurde uns nach erste interessanten Gesprächen mitgeteilt, dass die Leistung leider doch nicht im Kreis Calw angeboten wird. Das ist für uns natürlich sehr ärgerlich, da wir jetzt doch ein komplettes Heizungssystem finanzieren müssen.

Ausgeschrieben ist jetzt ein BHKW, das mit Gas betrieben wird. Alternativ eine Brennwerttherme, die später um ein BHKW ergänzt werden kann. Das ist jetzt einfach eine Preisfrage.

Ein schweres Thema ist aber nicht nur die Wäremerzeugung, sondern auch die Wärmeverteilung. Natürlich kann man überall Standardheizkörper anbringen, aber dies bringt ein paar Nachteile mit sich. Zum einen braucht man hier, soweit ich das bisher verstanden habe, ggf. höhere Vorlauftemperaturen, als dies vielleicht gewünscht ist. Je nach Raumgröße müssen die Heizkörper auch entsprechend groß und/oder anzahlmäßig viele sein. Das ist gerade für unseren großen Saal mit 120qm und 4,8m Deckenhöhe problematisch und damit sind Heizkörper für diesen Raum eigentlich nicht das ideale.

Der Standard-Flachheizkörper ist jetzt in meinen Augen nicht gerade der Inbegriff von Design und Schönheit. Natürlich gibt es auch tolle Heizkörper, wie hier schon beschrieben, aber die haben dann ein entsprechendes Preisschild. Ein weiteres Problem ist, dass die Flachheizkörper oft unter den Fenstern montiert werden. Das ist heute mit entsprechenden wäremegedämmten Fenster nicht mehr zwingend notwendig, aber trotzdem noch aus praktischen Gründen oft praktiziert. Das wäre bei uns wahrscheinlich nicht anders. Damit müssten wir sie vor die Lamperien unter den Fenstern verbauen, was sehr schade wäre. Da die meisten Zimmer nicht unbedingt sehr groß sind, benötigen wir aber den restlichen „Wandraum“ für Möbel oder die Möglichkeit auch mal ein Bild hinzuhängen.

Möglichkeit zwei ist die Fußbodenheizung. Sie ist natürlich eine feine Sache, wenn auch eher etwas träge. Sie kann entweder als Trockensystem oder mit Estrich verbaut werden. Trocken heißt OSB-Platte, Styropor (dies dient hier nur als Platzhalter für all die anderen Dämmaterialien), Trägermaterial, das die Heizspiralen mit Wäremverteilplatten aufnimmt, OSB-Platte drüber und dann den eigentlichen Bodenbelag. Dies hat den Vorteil, dass sie nicht viel Gewicht aufträgt und in Altbauen entsprechend leicht verwendet werden kann. Die andere Möglichkleit ist die Heizspiralen in Estrich oder Gussasphalt einzulassen. Hier ist die Wärmeübertragung recht direkt, aber es wird auch entsprechend Gewicht aufgebaut. Daher nicht immer und nur mit Rückfrage beim Statiker einzubauen. Außerdem kommt soweit ich weiß auch eine entsprechende Aufbauhöhe dazu.

Dies wäre für unseren Saal und das Esszimmer eigentlich eine gute Lösung, aber da wir bisher das bestehende Parkett erhalten wollten, eigentlich schade. Das Parkett kann nicht zerstörungsfrei entfernt werden, da es durch die Nuten hindurch mit dem Untergrund vernagelt ist. Diese Nuten brechen beim Ausbau oft und es ist danach nicht mehr verwendbar. Außerdem wäre das bisherige Parkett zu dick für die Verwendung mit einer Fußbodenheizung. Wenn wir trotzdem auf die Fußbodenheizungsvariante umsteigen, müssen wir ein neues, fußbodenheizungstaugliches Parkett verlegen lassen. Außerdem verlieren wir einige Zentimeter Höhe durch den Fußbodenaufbau, aber das sollte verschmerzbar sein.

Das letzte System, das bei uns noch im Rennen ist, sind die Klimadecken. Die Funktion ist wie eine Fußbodenheizung an der Decke. Das System wird auch von Wasserschlangen erwärmt. Dieses System arbeitet, nicht wie ein normaler Heizkörper über Konvektion, sondern über Strahlungswärme. Dies ist vergleichbar zu einem Kachelofen oder auch zur Sonne, der sein Wärme abstrahlt und noch in einigen Metern Entfernung zu spüren ist. Ein großer Vorteil dieser Klimaplatten ist, dass über sie nicht nur geheizt, sondern im Sommer auch gekühlt werden können. Sie transportieren die anfallende Wärme entsprechend ab. Die kann durch eine Wärmepumpe geschehen, die heizen und kühlen kann oder durch ein separates Klimagerät. Dieses System der Klimplatten ist komplett verdeckt montiert, fällt nicht auf und ist recht dynamisch und nicht so träge wie eine Fußbodenheizung. Aber es ist verhältnismäßig teuer. Was gerade beim Einsatz in großen Räumen wie unserem Saal ein ganz schönes Loch in unseren Geldbeutel reißen würde. Jetzt müssen wir für jeden Raum die Gegebenheiten analysieren und das Richtige Konzept in Bezug auf Nutzung und Kosten raussuchen.

Es gibt natürlich auch noch Wandheizungen, die aber bei uns aus Platzgründen teilweise nicht eingesetzt wird. In Manchen Räumen wie z.B. im Saal ist Fläche in ausreichender Menge nur recht weit oben verfügbar. Hier funktioniert der Strahlungsanteil nicht mehr. In anderen Räumen soll auch noch die Stellmöglichkeit für Schränke oder anderes gegeben bleiben. Daher ist es in dem Fall auch nicht möglich auf eine Wandheizung zurückzugreifen.

Letzendlich wird es eine Mischung aus Heizkörpern im 1. Stock und Fußbodenheizung im 2. Stock und den Bädern. Auch wenn es bedeutet, dass der Boden im 2. OG ersetzt werden muss, aber alle anderen Lösungen waren im Vergleich zu teuer oder aus anderen Gründen nicht realisierbar.

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Wettstreit der Heizkonzepte Teil 1 – Wärmeerzeugung

Veröffentlicht: 13. Dezember 2011 in Heizung
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Eines der großen Gewerke, die gerade in der Entscheidungsphase sind, ist das große Thema Heizung. Hierbei muss man die Unterscheidung in Wärmeerzeugung und Wärmeverteilung vornehmen. Und beides ist im Augenblick noch zu entscheiden.

Fangen wir mit der Wärmeerzeugung an:

  • Von vornherein war für uns klar, dass wir nicht auf eine Ölheizung setzen wollen. Die Preise von Erdöl sind einfach unkalkulierbar und nur eins ist sicher, sie werden steigen. Biodiesel oder Pflanzenöl kommt für mich aus Gewissensgründen nicht in Frage. Überspitzt gesagt möchte ich kein Brot und keinen Regenwald verheizen.
  • Für Solarzellen bzw. Solarthermie ist die Ausrichtung unseres Dachs einfach zu ungünstig bzw. es bestehen auch Einschränkungen durch den Denkmalschutz. Eine Heizungsunterstützung oder Warmwassererzeugung mit Solarzellen ist hier einfach nicht sinnvoll umsetzbar.
  • Holzpellets sind gerade in und mögen auch sinnvoll sein. Allerdings ist der Anfangsinvest recht hoch, vor allem bei einem entsprechenden Wärmebedarf. Und den werden wir bei der Größe von Haus, das nicht ideal gedämmt werden kann, leider haben. Zusätzlich haben wir keinen großen trockenen Keller, um die Pellets zu lagern. Der müsste zusätzlich noch entsprechend erstellt/umgebaut werden, was die Kosten nochmals in die Höhe treibt.
  • Dann gibt es noch die Luftwärmepumpe, sei sie mit Strom oder Gas betrieben. Die kommt auf Grund des großen Wärmetauschers mit einer entsprechenden Geräuschkulisse nicht in Frage. Hier wäre der Vorteil, dass bei einer Verwendung von Klimaplatten ggf. auch damit gekühlt werden könnte. Aber die Nachteile überwiegen.

Also sind wir bei folgenden Möglichkeiten.

  • Die normale Gas-Brennwerttherme. „Günstig“ in der Anschaffung, kontinuierliche Versorgung und damit kein Lagerproblem. Außerdem eine ausgereifte Technik.
  • Möglichkeit zwei ist das Blockheizkraftwerk – in unserem Fall mit Gas betrieben. Teurer in der Anschaffung, aber dafür eigentlich günstiger im eigentlichen Betrieb. Die Energiesteuer auf Gas wird erstattet und der erzeugte Strom wird günstig selbst verbraucht oder zu Marktpreis verkauft. Bei einem nicht ideal gedämmten, großen Haus wie unserem, müssten die notwendigen Betriebsstunden für einen rentablen Betrieb eigentlich zusammenkommen.  Hier gibt es inzwischen eine Reihe von Herstellern bzw. Produkten wie z.B. den Dachs von SenerTec, oder den Lion-Powerblock von Otag. Natürlich gibt es noch eine ganze Reihe mehr. Einen Überblick kann man sich z.B. hier verschaffen. Wie aktuell diese Übersichtist, kann ich im Augenblick aber nicht beurteilen.
  • Als letzter Kandidat wird gerade die Eisheizung der Firma ISOCAL untersucht. Das Konzept Heizen mit Eis wird gerade immer wieder in den Medien vorgestellt und klingt erst mal sehr schräg. Es funktioniert im Prinzip wie diese Taschenwärmer. Kurz anknicken und die Flüssigkeit im Beutel kristallisiert aus und gibt dabei Wärme ab. Wenn man den Beutel in heißes Wasser legt, wird aus den Kristallen wieder eine Flüssigkeit. Das gleiche funktioniert anscheinend auch mit Wasser bzw. Eis als Speicher. Bei der Umwandlung von Eis bei 0° zu Wasser bei 0° wird so viel Energie benötigt, wie um Wasser von 0° auf 80° zu erhitzen. Mit einer Wärmepumpe wird nun Wasser in einem großen Speicher in Eis umgewandelt und die Wärme, die dabei entsteht wird zum Heizen verwendet. Duch Erdwärme (der Eisspeicher wird eigentlich vergraben), Solaruntersützung (alles was Temperaturen über 0° erzeugt hilft) und Rücklauf, wird das Eis wieder in Wasser umgewandelt. Ein interessantes Prinzip. Was wir gerade klären sind die Kosten, die Dimensionierung des Eisspeichers und ob wird den Eisspeicher auch in unserem Felsenkeller aufstellen können, statt ihn zu vergraben. Auf die Ergebnisse bin ich echt mal gespannt. Mehr Infos über die Eisheizung gibt es auch beim Hersteller Isocal, die darauf ein Patent haben.

Aber die richtige Wäremeerzeugung ist nur die halbe Miete. Der andere Teil ist die Wäremeverteilung. Dazu mehr im Teil 2. Wir müssen uns jetzt nochmal mit dem Heizungsplaner zusammensetzen, um die Kosten zu klären.  Ich hoffe, dass wir das bald wissen, um schon bald damit anfangen zu können.

Denn zum Heizen sind sie da

Veröffentlicht: 3. März 2011 in Heizung
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Wenn es um das Thema Heizen geht, denkt man häufig an die Entscheidung zwischen Öl, Gas, Pellets, Solar und Co. Mit Puffer-, Schichtenspeicher oder als Durchlauferhitzer. Im Laufe der Zeit werde ich in diesem Thema wahrscheinlich noch deutlich informierter, nur eben noch nicht jetzt. Also bitte verzeiht die möglich Unschärfe in der Verwendung der Fachbegriffe. Davon abgesehen fristet das Resultat dieser Entscheidung meist ungesehen sein Dasein im Keller. Beim letzten Glied in der Kette – dem Heizkörper – greift man dann oft auf den bewährten Flachheizkörper zurück. Hier stellt sich aber die Frage, muss es denn immer langweilig weiß sein? Im Bad weicht man von dieser Einstellung bereits oft ab und greift z.B. zum Heizkörper, der auch als Handtuchwärmer dient. Warum dann nicht auch in anderen Räumen andere Wege gehen?.

Wer sich mal eine Übersicht über die Hersteller von Heizköpern verschaffen will – seien es normale oder ausgefallene – dem gibt hottenrott eine große Linkliste zu verschiedenen Herstellern an die Hand.  Sie ist wahrscheinlich nicht erschöpfend und nicht alle Links sind aktuell, aber man hat trotzdem einen guten Startpunkt.

Auf der Suche nach dem nicht ganz alltäglichen, bin ich auf diese nicht-gerade-Standard-Heizkörper gestossen. Zum Beispiel

die Iguana Serie Circo der Firma Jaga

Auch die Serie Geo Atlantis hat seinen ganz eigenen Charm.

Etwas ganz abgefahrenes hat Jaga mit der Heatwave entwickelt. Vor allem in der großen Ausbaustufe. Hier wirkt der Heizkörper eher wie ein Kunstwerk.

Bei der italienischen Firma Tubes Radiatori Srl bin ich auf die Modelle

Add On

Milano und TBT gestoßen. Auch mal erfrischend anders.

Was es leider nur als Studie gibt, ist das durchaus interessante Design von Marco Dessi. Seine Radiator-Studien bringe das gewisse Maß an Unaufgeräumtheit in den Raum.

Wer aber dann doch an praktischerem interessiert ist, dem seine noch zwei andere Heizungen/Heizkörper ans Herz gelegt.

Viele, die wie ich sehr gerne lange und vor allem heiß duschen, kennen sicher das Problem der beschlagenen Spiegel. Um Abhilfe zu schaffen hat AEG eine Spiegelheizung in zwei verschiedenen größen im Angebot. Diese werden einfach von hinten auf den Spiegel aufgeklebt und mit einem Stromkreis verbunden. Schon kann man sich auch wieder im Spiegel ansehen.

Wer in der Küche sowieso schon wenig Platz hat,  die Fußbodenheizung nicht verfügbar ist und hier nicht auch noch weiteren Platz an einen Heizkörper verschenken will, für den hat die Firma Purmo die Kompaktheizkörper SLK im Angebot. Diese Heizkörper werden normal an die Zentralheizung angeschlossen, verschwinden aber in der Sockelleiste z. B. unter dem Küchenschrank. So wird geschickt weiterer Platz für Küchenschränke geschaffen.

Ich möchte hier aber nochmals kurz darauf hinweisen, dass ich hier keine wirklichen Empfehlungen aussprechen kann. Dies sind interessante Produkte, die ich bei meinen Streifzügen im Netz entdeckt habe. Letztendlich sollte man die Entscheidung mit dem Installateur seiner Wahl treffen.