Der Ausbau des ersten Stocks geht mit großen Schritten voran, auch was die Böden angeht. Um die Küche einbauen zu können, wurde inzwischen der Boden der Küche abgeschliffen und ein erstes Mal geölt. Beim früheren Besitzer war er mit einem Linoleumboden abgedeckt und in der Bauphase hat er einiges an Staub abbekommen. Dadurch konnten wir uns nicht wirklich vorstellen, wie der originale Boden dann tatsächlich rauskommen wird, wenn er aufbereitet ist. Aber vom Ergebnis sind wir total begeistert. An der Stelle, an der ein Balken ersetzt werden musste, sieht man zwar den Ansatz, aber das ist in unseren Augen nicht so schlimm. Es ist ein altes Haus, bei dem sehr viel gemacht werden musste. Da ist es auch OK, wenn man später noch die eine oder andere Stelle sieht.

  

Wenn sich vom Küchenboden auf die anderen Räume schließen lässt, dann wird das eine ganz tolle Sache.

 

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Wir haben länger überlegt, ob wir für unser Projekt ein Bus-System zur Haussteuerung einsetzen sollen. Dabei war die Überlegung, auf KNX (früher EIB) zu setzen und die komplette Haussteuerung darüber zu machen oder nur eine Lichtsteuerung mit DALI oder eine Kombination zu realisieren. Die erste Entscheidung war nur unseren Stock mit einem Bussystem auszustatten und bei der Wohnung im 1. Stock und dem Keller auf ein Bussystem zu verzichten. Dabei haben wir uns einfach die Anforderungen angeschaut und die sind im 1. Stock recht normal. Die Zimmer haben eine normale Größe, Lichtszenen werden dort keine benötigt und auch andere Funktionen sind nicht unbedingt vorhanden. Somit ist der Preisunterschied schon deutlich und wir haben uns hier für den billigeren Weg entschieden.

In unserem Stock sieht die Sache schon wieder anders aus. Wir haben durch den Saal und die Essküche große Räume mit mehreren Zugängen. Zusätzlich ist hier der Einsatz von Dimmern und auch Lichtszenen gewünscht. Bei einer Steuerung über konventionelle Dimmer sind wir zu der Erkenntnis gekommen, dass der Mehrpreis für ein Bus-System nicht mehr so groß ist. Von einer reinen Lichtsteuerung mit DALI wurde uns für diesen Fall abgeraten. Hier kann man unterschiedlicher Meinung sein, aber wir haben uns dazu entschlossen auf KNX zu setzen. Dies bietet uns neben der Lichtsteuerung auch die Möglichkeit die Heizung zu steuern, die seitlichen oberen Fenster im Saal, an die man anders nicht dran kommt, über den Bus anzubinden und darüber zu öffnen und vielleicht später noch Jalousien einzubinden.

Die ganze Materie Hausautomation, KNX und Co. ist ein sehr breites Feld und hat mich schon etliche Stunden an Recherche, Vergleichen und weiterer Recherche gekostet. Aber ich habe festgestellt, es war für mich sinnvoll zu wissen, worum es geht, wenn in der Diskussion mit Elektriker oder Heizungsplaner etwas in die Tiefe ging.

Ich will hier im Blog nach und nach verschieden Punkte zum Thema KNX, Netzwerk etc. aufführen, über die wir gestolpert sind. Als erstes kam vom Heizungsplaner der Diskussionspunkt auf, wie die Regelung der Temperatur gemacht wird. Ob die Temperaturfühler vom Elektriker oder vom Heizungsbauer geliefert werden sollen. In diesem Punkt bin ich in Dirks Blog über das Ruinchen auf einen interessanten Ansatz gestoßen. Statt die teils recht teuren Temperaturfühler für KNX zu verwenden, wurde die Verwendung eines Sensor(sub)netzes mit Hilfe von sogenannten 1-Wire Sensoren und die Weitergabe an KNX mit Hilfe eines Gateways namens Wiregate angeführt. Dirk hat mich dann noch auf das KNX-User-Forum aufmerksam gemacht, bei dem es viel Erfahrung und Austausch zu dem Thema gibt.

Nach einigem Einlesen habe ich nun einen Wiregate samt zwei Dutzend Temperatursensoren zu Hause. Allerdings habe ich auf die „billige“ Variante zurückgegriffen und muss nun an jeden kleinen Sensor 3 Kabel anlöten, die eindeutige Adresse bestimmen und markieren, bevor ich sie später einsetzen kann. Aber bei einem Preis von 2 Euro pro Sensor + Kabel + anteilig die Anschlusskomponente (Busmaster) ist so eine Sensor immer noch verhältnismäßig billig. Da werden wir neben der Raumtemperatur auch die Estrichtemperatur der Fußbodenheizung und auch an zwei oder drei Stellen die Temperatur zwischen Mauerwerk und Innendämmung erfassen. Mal schauen, wie gut die Innendämmung funktioniert.

Wer sich jetzt fragt, wozu man die Estrichtemperatur messen soll, wenn man doch auch die Raumtemperatur kriegt, dem kann ich nur sagen, hab ich auch zuerst nicht verstanden. Aber die Ideen dahinter sind eigentlich recht interessant. Da der Estrich auch Wärme speichert und noch etwas verzögert abgeben kann, ist es möglich die Fußbodenheizung schon runterregeln zu lassen, wenn die gewünschte Raumtemperatur fast erreicht und der Estrich warm ist. Der zweite Punkt ist, dass ich z.B. im Bad einen warmen Boden haben will. Wenn die Raumtemperatur erreicht ist, regelt die Fußbodenheizung ein wenig runter. Durch einen Temperaturfühler im Estrich kann ich aber dafür sorgen, dass der Boden auf jeden Fall eine bestimmte Temperatur hat.

Da die Temperatursensoren nicht sehr groß sind, können sie unauffällig direkt neben (oder vielleicht auch in) einem Rauchmelder versteckt werden. Wenn man dann z.B. den Rauchmelder Dual von Gira verwendet, kann man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Da die Temperatursensonren im Bus vernetzt werden müssen und auch die Rauchmelder vernetzt werden können, kann man mit einem 4x2x0,8 Y(ST)Y Kabel beides auf einmal von Raum zu Raum verbinden. So zumindest mein Kenntnisstand. Wenn ein Rauchmelder losgeht, gehen die anderen vernetzten Rauchmelder auch los. Mit einem zusätzlichen Relais kann auch eine Bus- oder Funkanbindung des Rauchmelders vorgenommen werden. Wir werden vermutlich diesen nehmen, da er auf Rauch und Temperatur prüft und sich auch ohne Zustzamodule vernetzen lässt.

Der oben genannte Wiregate bietet neben der Anbindung eines Sensorsubnetzes auch eine Visualisierung für Bus-Komponenten und ermöglicht so z.B. eine Heizungssteuerung über das Netz. Ich will zwar nicht die Temperatur von Novosibirsk aus steuern (außerdem werde ich glaube ich nie dort sein), aber vom Smartphone, Tablet oder meinem Rechner zu Hause kann ich die Temperatur ändern und kann somit auf teurere Einzelraumsteuerungen in jedem Raum  verzichten. Außerdem bietet der Wiregate auch die Möglichkeit selbst Hand anzulegen und die Steuerung zu erweitern. Ein bisschen Perl vorausgesetzt. Also das ideale für trüber Wintertage.

Es geht voran, wenn auch nicht ganz so schnell, wie wir uns das wünschen. Aber es ist Urlaubszeit und die Handwerker, die bei uns tätig sind, haben dann natürlich eine dünne Personaldecke. Und das bei sowieso vollen Auftragsbüchern. Da wissen sie oft nicht, wie sie überhaupt alle Baustellen besetzen sollen und jonglieren eben so gut es geht.

Somit kriegen wir in gewisser Weise die Auswirkungen der allgemeinen wirtschaftlichen Unsicherheit auch ein wenig zu spüren. Da viele in Betongold als Anlageform flüchten, können sich die Handwerker aussuchen, welche Aufträge sie annehmen wollen. Bei mehreren Gewerken wie z.B. Elektro, Sanitär und Heizung haben wir von einer Reihe von Betrieben eine Absage bekommen. Zu groß, keine Zeit, nicht in dem Zeitraum oder es kam einfach keine Antwort. In der Diskussion mit dem Fliesenleger haben wir gefragt, ob es machbar wäre, dass wir Teile davon selber verlegen, um etwas einsparen zu können. Normalerweise hätte ich mit einer Reaktion gerechnet, die eine „wenn es sein muss“-Haltung ausdrückt. Aber hier war das Gegenteil der Fall. Er war richtiggehend froh, dass wir einen Teil selber machen wollen, da er sowieso kaum weiß, wie er es zeitlich schaffen kann.

Aber trotzdem geht es voran, auch wenn die Baustelle schon betriebsamere Tage gesehen hat. Die Santiärinstallateure haben ihre Arbeit aufgenommen und sind kräftig am Löcher bohren und Leitungen verlegen. Ein Teil der fehlenden Trockenbauwände werden gestellt und Türöffnungen geschlossen. Und auch der Elektriker ist damit beschäftigt, die verlegten Leitungen anzuschließen.

Und  auch wir versuchen unsere Punkte voranzutreiben, kommen aber nicht ganz so schnell voran. Die brütende Hitze macht es uns nicht einfach, wenn OSB-Bodenplatten durch die Gegend getragen, Arbeiten unter Staub- und Lärmschutz ausgeführt oder 140 m² ausgebautes Buchenparkett verräumt werden müssen. Als nächstes machen wir uns daran, Gipskartonplatten an die Decke zu hängen.

       

Hier aber erst noch ein paar Impressionen, was aus dem Boden unseres Saals geworden ist. Das ganze dient als Vorbereitung für die Fußbodenheizung.

unser Infrastruktuprojekt

Veröffentlicht: 10. August 2012 in Abbrucharbeiten, Heizung
Schlagwörter:, , ,

In zwei der Kellerräume wurde schon vor Jahren eine Betonbodenplatte gegossen, in den anderen beiden Kellerräumen sind noch große, alte Pflastersteine verbaut und im Eis- oder Lagerkeller, der tief in den Felsen geht, liegen große Sandsteinplatten oder Naturboden. Der Eiskeller wird erst mal nicht genutzt, und die beiden Räume mit Betonplatte sind eher „Durchgangsräume“ . Da aber einer der beiden Seitenräume mit Pflastersteinen zum Heizungsraum umfunktioniert werden soll, muss hier erst mal Platz geschaffen werden. Also haben wir den alten Zwischenboden, der zur Lagerung eingebaut wurde und schon sehr morsch und angefressen war, abgebaut. In diesem Zug musste auch ein Haufen Kohlen, Briketts, Kohlenstaub und anderer Schmutz entsorgt werden – zusätzlich zu dem Zeug, das wir vom Rückbau im Haus dort gelagert haben.

Als wir mit dem Rückbau fertig waren, konnten wir die volle Raumwirkung einschätzen und es wirkte viel größer als bisher gedacht. Hier haben wir mehr als genug Platz, alles notwendige hineinzubauen. Aber erst mal muss der alte Pflastersteinboden raus, damit wir eine neue Bodenplatte gießen konnten. Natürlich hätten wir von Hand jeden einzelnen Pflasterstein rausheben können, aber unser Rohbauer hatte da ein „kleines“ Hilfsmittel namens Neuson, das uns die ganze Sache sehr erleichtert hat. Mit dem kleinen Bagger ging es in Windeseile, die Steine rauszumachen. Außerdem hat er gleich auch noch tiefer gegraben, um die Vorarbeiten der Betonplatte zu erledigen.

  

Dabei kamen sowohl Zu- als auch Abwasserrohre zum Vorschein. Bei den Abwasserrohren hätten wir sonst wahrscheinlich auch diesen Teil aufwendig von Innen sanieren müssen, so konnten wir sie in dem Bereich gleich sinnvoll erneuern. Viel mehr freut uns aber, dass wir auch den Trinkwasseranschluss ins Haus gefunden haben.

Bisher haben wir den Wasseranschluss ganz weit hinten im Keller gesehen und waren uns nicht sicher, ob hier nicht vielleicht noch Bleirohre verbaut sind. Glücklicherweise hat sich herausgestellt dass der erste Teil bis ins Haus inzwischen mit modernen Rohre aus PE gemacht ist und wir daher keine Bleivergiftung oder Zustände wie zu Neros Zeiten befürchten müssen. Da gerade alles offen war und der hintere Teil des Zuwassers noch alt und marode war, haben wir den Wasseranschluss aus dem hinteren Gewölbekeller gleich nach vorne verlegt. Jetzt haben wir die wichtigsten Zugänge in einem Raum. Wasser, Strom, Kabelfernsehen bzw. Telefon. Auch der Gasanschluss wurde gerade in den Keller gelegt. Damit sind wir für alles gerüstet. Hoffentlich.

  

Inzwischen ist auch die neue Bodenplatte gegossen und der Heizungsbauer kann jetzt nach Lust und Laune oder den entsprechenden Vorgaben hier aufbauen. Zusätzlich wurde ein Teil der Abwasserleitungen aus den oberen Stockwerken komplett erneuert. Der andere Teil wurde per Inlinerverfahren saniert. Dazu wurde von innen mit Kunstharz eine Schicht in die Abwasserrohre eingebracht und ausgehärtet. Es ist schon faszinierend zu sehe, wie das gemacht wird. Was war das früher für ein Aufwand alles auszubuddeln, das Loch zu suchen und zu reparieren. So ist es eine saubere und auch schnelle Sache.

Die Infrastruktur bis zum Haus passt jetzt. Als nächstes geht es an die Verteilung im Haus. Unser Installateur steht schon in den Startlöchern.

Mühsamer Rückbau einer Treppe

Veröffentlicht: 17. Juli 2012 in Abbrucharbeiten
Schlagwörter:,

Bisher existiert im Haus noch eine direkte Verbindung zwischen dem ersten und dem zweiten Stock. Dieser wurde früher auch häufig genutzt entweder um schnell vom Wohn- bzw. Bürostockwerk nach oben zu kommen oder bei drohender Kontrolle der Sperrstunde aus der Gaststätte in den privaten Bereich zu gelangen. Letzteres wurde uns von einem früheren Stammgast erzählt. Die Polizei hat immer in der gleichen Gaststätte angefangen die Sperrstunde zu kontrollieren. Die Wirte haben sich dann gegenseitig angerufen und so konnte diejenigen, die später dran waren, Problemen entgehen. Die Stammgäste sind in unserem Haus dann einfach ein Stockwerk nach unten gegangen und haben dort „im privaten Kreis“ gefeiert, bis die Entwarnung kam. Dann sind sie wieder nach oben. Und das ohne bei Wind und Wetter nach außen zu müssen. Oder noch auf die Schnelle, wenn der Wachmann schon die Außentreppe herauf kam.

Aber wir müssen uns nicht mehr in den anderen Stock flüchten. Vielmehr soll es als Mehrgenerationenhaus eine komplette Trennung der beiden Stockwerke geben. Dazu muss die Treppe allerdings entfernt werden um das bisherige Treppenloch schließen zu können. Eine so alte und schöne Treppe einfach mit der Flex rauszuschneiden, wäre in unseren Augen ein Frevel gewesen. Es gibt sicher jemanden, der so eine Treppe gebrauchen kann, wenn wir sie nicht selber an anderer Stelle wieder einbauen. Also haben wir uns an den Rückbau der Treppe gemacht. Eigentlich sah es leicht aus.

Doch so einfach hat es uns die Treppe nicht gemacht. Es war schon schwierig genug den oberen Knauf auf der Spindel zu entfernen. Im Verlauf von Jahrzehnten hat sich in der Spindel Rost und Farbe angesammelt, so dass ein einfaches Herunterdrehen oder Rausziehen nicht mehr möglich war. Mit viel Zuspruch und Hebelkraft haben wir es aber dann doch geschafft. Somit war der erste Schritt getan. Aber nur der erste von vielen weiteren mühsamen, denn da haben die Probleme erst begonnen. Der äußere Rand  der Treppe (ein verziertes Blech) ist mit jeder Stufe an sechs Stellen verschraubt. Manche Schrauben liesen sich nicht mehr bewegen oder die Köpfe waren schon ausgebrochen. Diese Schrauben haben wir mühsam ausgebohrt. Aber an manche Schrauben sind wir erst rangekommen, nachdem wir den Boden geöffnet und einen Deckenbalken, der nachträglich eingefügt wurde, herausgenommen haben.

Als nächste musste nur noch jede einzelne Stufe die Spindel hinaufgeschoben werden. Aber auch hier war wegen des Rostes eine Menge Muskelkraft, Hebelwirkung und WD40 notwendig.  Letztendlich liegt die Treppe jetzt in Einzelteilen in unserem Haus und wartet auf ihre neue Bestimmung.

Der größte sichtbare Fortschritt, war sicher die Fertigstellung der Fassade und der Abbau von Gerüst und Kran. Manche Leute, mit denen wir ins Gespräch kommen, glauben wir könnten schon nächste Woche einziehen. Aber ganz so weit sind wir noch nicht. Dennoch geht es wie schon beschrieben auch innen voran – wenn auch Stückchenweise und mit dem einen oder anderen Problem.

Da wir im hinteren Teil des Hauses Balken, oder besser gesagt Schwellen, gefunden habe, die direkt ohne Schutz auf dem Boden aufliegen sind sie, wie nicht anders zu erwarten ist, durchgerottet. Damit mussten wir an eine weitere Wand Hand anlegen. Die Wand sollte ursprünglich abgebaut, der untere Teil aufgemauert und dann darauf wieder aufgesetzt werden. So würde sie nicht mehr direkt auf dem Erdreich aufliegt. Da die Wand aber nach Aussage des Statikers nicht tragend ist, und wir sie ganz entfernen können, haben sich wunderbare Möglichkeiten ergeben, den Grundriss zu ändern. Bisher wäre der Eingangsbereich ein langer dunkler Schlauch gewesen und auch das Bad wäre entsprechend klein, lang und dunkel gewesen. Jetzt aber können wir die Aufteilung ändern, der Eingang wird größer, das Bad wird größer und das ganze Raumgefühl wird angenehmer. Jetzt musste nur eine neue Bodenplatte gegossen werden. Manchmal bieten ärgerliche Punkte wirklich tolle Möglichkeiten.

Aber eben nur manchmal. Bei diesen Arbeiten habe ich auch an der Decke Hand angelegt und festgestellt, dass auch hier eine große Schwelle zum oberen Stockwerk durchgefault ist. Durch diesen Fund habe ich mir den gepielten Zorn meines Architekten zugezogen und musste mir vorwerfen lassen, dass ich doch bitte aufhören soll, nach Balken zu suchen, die kaputt sind. Das wäre doch nicht wirklich hilfreich.

Leider haben wir damit auch im Saaleine weitere Wand entkernen müssen, um überhaupt die Schwelle austauschen zu können. Und es waren nicht die letzten kaputten Balken oder Balkenköpfe, die wir gefunden haben.

Wasser oder Feuchtigkeit sind wirklich ganz übel, wenn es um ein Fachwerk geht. Die Bodenschwelle wurde vom Erdreich aus aufgeweicht und zerstört, die Schwelle zum Saal wurd durch das Wasser aus dem darüber montierten Spülbecken zwestört. Balkenköpfe und Balken wurden von aufsteigendem Wasser der Sandsteinmauer zerstört. Und auch durch kaputte Dächer oder Kamine ist Feuchtigkeit eingedrungen, die Blken und Fachwerk zerstört und Backsteine zu einer sandigen Masse reduziert hat. An all diesen Stellen wurde das Holz ganz schön in Mitleidenschaft gezogen und musste letztendlich ausgetauscht werden.

Wir hatten zwar mit einigen Balken gerechnet, die getauscht werden müssen, aber nicht mit so vielen und an so vielen verschiedenen Stellen. Alle haben wir ausgetauscht und teilweise ersetzt. Jetzt sollte das Haus für die nächsten Jahrzehnte gerüstet sein. Hoffentlich

Großer Aufwand für eine große Spüle

Veröffentlicht: 10. Juli 2012 in Küche
Schlagwörter:, ,

In einem Blog habe ich das Bild einer Gelenkarmatur gesehen und mich auf die Suche nach dem Hersteller gemacht. Nach einigem Suchen bin ich bei der Firma Kohler gelandet und habe die Kohler Karbon gefunden. In diesem Post habe ich sie bereits beschrieben. Bei der Suche nach Erfahrungen, ob die Armatur überhaupt alltagstauglich ist, bin ich auch auf eine besondere Spüle von Kohler gekommen. Die sogenannte Stages Serie, die in zwei verschiedenen Größen erhältlich ist – leider nicht in Deutschland. Hier abgebildet ist die größere Stages 45 mit den mitgelieferten Zubehör zu sehen. Die Armaturen sind leider nicht enthalten, aber eine davon haben wir trotzdem dazu bestellt.

  

Die Stages ist eine Unterbauspüle mit einem tieferliefenden Abtropfteil. Sie ist ca. 114 cm breit, wovon 32 cm auf den Abtropfteil entfallen. Sie ist soweit ich weiß mit ca. 24 cm auch tiefer als diverse Standardspülen. Damit ist sie groß genug für große Töpfe und Schneidebretter. Das abgebildete Schneidebrett, die beiden Ablageschalen und die Keramikschälchen sind genauso Standardzubehör wie ein kleiner Gitterrost für den Spülenboden und ein Gitterregal für das Zubehör, das unter dem Abtropfteil eingehängt werden kann.

Allerdings gibt es einen großen Unterschied, was bei Kohler USA, Kohler UK und Kohler Deutschland angeboten wird. Die Spüle ist in England und den USA zu haben, aber nicht in Deutschland. Also haben wir uns umgeschaut, was die Spüle im Ausland kostet, wie hoch Zoll und Versand sind und ganz wichtig, wer sie überhaupt nach Deutschland liefern könnte. Das Ergebnis unserer Suche in England war einigermaßen ernüchternd. Es gibt nicht sehr viele Onlineshops, die diese Spüle vertreiben und die Shops, die die Spüle im Programm haben, hängen ein sehr hohes Preisschild (in Pfund) dran. Außerdem leifert keiner die Spüle nach Deutschland.

In den USA sieht die Situation anders aus. Es gibt eine ganze Reihe von Händlern, die diese Spüle vertreiben, und das zu einem deutlich günstigeren Preis als in England. Aber keiner dieser Händler, darunter auch große Namen wie Amazon.com und Home Depot, liefert nach Deutschland. Glücklicherweise haben wir Freunde in den USA, die uns hier behilflich waren, sie nach Deutschland zu schicken. Aber die Logistik war aufwendig. Einem kleinen Onlinehändler, der schon schlechte Kritiken gekriegt hat, wollten wir nicht vertrauen, Home Depot bietet einen Pciup-Service an (online bestellten und dann in der Filiale abholen). Somit hätten wir uns die Versandkosten innerhalb der USA gespart. Allerdings gilt das nicht für so große Dinge wie die Spüle. Es könnte alles so einfach sein – isses aber nicht. Letztendlich haben wir Amazon mit kostenlosem Versand, aber inneramerikanischen Sales Tax bemüht. Wenigstens haben sie zeitnah geliefert und wir hätten die Spüle notfalls zurückgeben können, falls andere Probleme aufgetreten wären.

Und die Probleme waren da, wir konnten sie aber schon im Vorfeld weitgehend ausräumen. Für den Postversand gilt eine Gewichtsgrenze, so wie es ja auch bei der Post in Deutschland ist. Und die Spüle mit Zubehör war, wie könnte es ander sein, schwerer. Also den Support von Kohler USA angeschrieben, und gefragt, ob sie mir sagen können, wie schwer das Zubehör ist. Die erste Antwort war „wir leiten es weiter. In den nächsten Tagen erhalten sie eine Antwort“. Und oh Wunder, 3 Tage später kam eine Mail mit der genauen Aufführung aller Zubehörteile mit dem dazugehörigen Gewicht. Das nenne ich Kundenservie. Die Spüle wurde also ausgepackt und neu in einen stabilen Versandkarton umgepackt. Das Zubehör kam in einen extra Karton und fand genauso wie die Spüle seinen weg zu uns.

Es ist eine wahre Kinderbadewanne, die da bei uns angekommen ist. Riesig. Ich freu mich schon, wenn sie endlich eingebaut ist. Das wird sicher der Knüller. Und das ganze war immer noch deutlich billiger, als sie in England zu bestellen.

Hier noch ein YouTube Video (in englisch) das die Vorteile der Stages Spüle anpreist.