Archiv für die Kategorie ‘Heizung’

Inzwischen ist einige Zeit ins Land gegangen, in der sich auf der einen Seite einiges getan hat, auf der anderen Seite aber auch einiges schief gelaufen ist. Und gerade diese Kombination aus Arbeit und Frust hat dazu geführt, dass ich einige Zeit keinen Eintrag mehr geschrieben habe. Ich werde versuchen in den nächsten Posts einiges davon aufzuholen.

Eine der guten Nachrichten zuerst. Das Haus ist jetzt endlich bewohnt. Aber Carolin und ich sind noch nicht eingezogen. Da es – wie an anderer Stelle schon erwähnt – ein Mehrgenerationenhaus ist und meine Eltern schon seit einiger Zeit in einer Ferienwohnung gewohnt haben, setzten wir alles dran, dass sie so schnell wie möglich einziehen konnten. Ende letzten Jahres war es dann endlich soweit. Es ist zwar noch bis zu einem gewissen Grad eine Baustelle, aber eingerichtet kann man es sich in einem Teil der Zimmer schon recht gemütlichen machen.

Aber es war ein steiniger Weg dahin. Unser Sanitärinstallateur hatte die Rohrleitungen fertig gestellt, hat das Wasser angestellt und musste feststellen, dass der Wasserdruck nicht ausreichend ist. Unser schicker Wasserhahn von Kohler, den auch meine Eltern haben, plätschert so langsam vor sich hin, dass das Füllen einer Kaffeemaschine schon fast zur Tagesaufgabe wird. Der Wasserhahn im Bad hat da schon etwas mehr Druck, aber immer noch weit entfernt von ausreichend.

Also den lokalen Wasserversorger angerufen, die dann jemand vorbeigeschickt haben um den Druck zu messen. Ergebnis 2,7 bar – immer noch knapp über dem, was sie gesetzlich liefern müssen. Da aber im 2. Stock der Wasserdruck um ca. 1 bar abnimmt, das Leitungsnetz verhältnismäßig groß ist (für ein Dreiparteienhaus) und einige Zapfstellen hat, ist der Druck in unserem Fall nicht ausreichend. Also ist eine Druckerhöhungsanlage notwendig. Wenn man die DIN-Vorschriften ansetzt, die sich anscheinend nicht genau darüber auslässt, ab wann eine Druckerhöhungsanlage mit einer Zweipumpenlösung verwendet werden muss, dann sind das fast 10.000€ für so eine Lösung. Wenn man auf die Versorgungssicherheit verzichtet (bzw. verzichten kann/darf) und auf eine Einpumpenlösung geht, dann sind es wahrscheinlich immer noch etwas über 6.000€. Und bei Stromausfall ist die Druckerhöhung sowieso nicht gegeben, außer man setzt eine Notstromversorgung in irgendeiner Form ein.

Der nächste Rückschlag kam vom Schornsteinfeger. Der Schornstein, den wir eigentlich nutzen wollten, wurde uns vom Schornsteinfeger wegen Rissen und dem daraus unzureichenden Brandschutz stillgelegt. Daher mussten wir als erstens den bestehenden Schornstein abreißen, was zu einer interessanten Entdeckung führte. Hinter dem alten Schornstein war in einem der Zimmer noch immer Tapete an der Wand. Es wurde also irgendwann nachträglich ein Schornstein reingemauert. Und der Einfachheit halber wurde die Wand dahinter einfach gelassen wie sie war.

Als nächstes sollte ein neuer Leichtbauschornstein im 1. Stock aufgesetzt und von unten angefahren werden. Aus Brandschutzgründen ist das auch nicht zulässig. Da der Platz unter dem Schornstein im Keller allerdings schlauerweise vom Installateur mit Leitungen verbaut wurde, ist der Schornstein jetzt auf einer Konsole in der Wand in 3 Metern Höhe angebracht. Damit erfüllt er zumindest die Anforderungen an den Brandschutz.

Um für den späteren Einbau eines BHKW gerüstet zu sein, sollten zwei Abgasrohre in dem (leichtbau)Zug untergebracht werden. Aus Platzgründen funktioniert das aber nicht. Für einen zweiten Zug haben wir wegen der Position der Balken in den verschiedenen Zwischendecken keinen Platz. Die einzige Lösung war der Einsatz eines großen Edelstahlrohrs, das im Unterdruck funktioniert, obwohl die Gastherme im Überdruck arbeitet. Am Anfang habe ich auch erst mal nicht verstanden, was es damit auf sich hatte, und hat auch zwischen allen Beteiligten zu Diskussionen geführt. Letztendlich muss der Zug eben so groß dimensioniert sein, dass der Überdruck vom Gebläse der Gastherme komplett abgebaut werden kann. So zumindest mein Verständnis. Lange Rede kurzer Sinn – nach einigem Hin und Her und einigen Berechnungen haben wir seit letzter Woche einen neuen Schornstein. Gestern war dann für uns ein großer Tag, da die Gastherme in Betrieb genommen wurde. Jetzt können wir endlich die teure, strombetriebe Notheizung loswerden.

Der neue Schornstein bedeutet die nächsten Tausende, die nicht geplant waren. Unser Saalbau ist  anscheinend unsere private Elbphilharmonie. Es wird teurer und dauert länger. Ich dachte immer es wäre unser Berliner Flughafen, aber der muss ja vielleicht sogar abgerissen werden. Das ist bei uns hoffentlich nicht notwendig.

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(Kilo)meterweise neue Rohre

Veröffentlicht: 11. September 2012 in Heizung
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Soll ein altes Haus für eine neue Nutzung mit den heute üblichen Komfortstandards ertüchtigt werden (wie ich es immer mal wieder lese), muss natürlich auch einiges an der Infrastruktur von Kabeln und Rohren verändert werden. In unserem Fall müssen aber nicht einfach nur alte Rohre ersetzt werden, sondern es muss eine ganze Reihe von Änderungen vorgenommen werden.

Zum einen verändern wir die Nutzung der Räume. Die Küche wandert von einem Raum in einen anderen, der die notwendigen Anschlüsse dafür gar nicht enthält. Zum anderen sollen die bisherigen Bäder in Zukunft teilweise als Wohnräume genutzt werden und andere Bereiche sind jetzt die neuen Bäder. Das solche Veränderungen in der Nutzung von Räumen auch entsprechende Änderungen an der Verrohrung nach sich ziehen, erschließt sich fast von selbst.

Zusätzlich stellen wir auch auf ein modernes Heizsystem um. Die alten Öleinzelöfen mit einer zentralen Ölversorgung werden durch Heizkörper und Fußbodenheizung ersetzt. Zuerst haben wir die alten Kupferleitungen, die quer durchs Haus gelaufen sind und die Einzelöfen mit Öl gespeist haben, abgebaut. Das war ab und zu mit etwas Sauerei verbunden, da immer noch Öl nachgelaufen ist. Als nächstes hat unser Sanitär- und Heizungsinstallateur innerhalb kürzester Zeit wahrscheinlich Kilometer neuer Rohre verlegt. Dazu wurden Mauern durchbrochen, Dielen aufgesägt und Aufnahmen für die neuen Leitungen verschraubt. Noch sind sie mitten in der Arbeit aber die Deckenansicht im Heizungskleller hat sich schon stark verändert.

  

Für den ersten Stock konnten die Heizungsbauer recht einfach das Mezzanin nutzen, um dort die Wasser- und Heizungsrohre unter die Decke zu hängen. Hier ist genügend Platz vorhanden um das nötige Gefälle fürs Abwasser zu ermöglichen und auch später noch eine Dämmung einzubringen. Denn die Lehmwickel, wie sie auf dem zweiten Bild zu erkennen sind, sind sicher nicht das Beste, was es derzeit gibt. Von den Hauptleitungen für den ersten Stock aus wird dann einfach in jedem Raum das Heizungsrohr nach oben geführt. Dann können die neuen Heizkörper sinnvoll angeschlossen werden.

Für den zweiten Stock haben wir zwei vertikale Verorgungsschächte vorgesehen, die für die Zuleitungen und die Entwässerung genutzt werden. Die eigentlich Verteilung z.B. für die Fußbodenheizung im zweiten Stock wird dann wahrscheinlich auf dem Boden entlang geführt. Allerdings sind wir dort noch nicht ganz so weit gekommen, da es hier noch vom Systemaufbau der Fußbodenheizung abhängt. Der Ursprünglich Plan war die Verwendung eines Fließestrichs mit Fußbodenheizung. Allerdings ist das vorgesehene Heizsystem Uponor Minitec mit geringem Aufbau laut Estrichleger anscheinend nicht zugelassen für eine zementgebundene Ausgleichsschüttung von zum Teil 11cm. Wahrscheinlich werden wir jetzt auf ein Heizsystem von Janssen umsteigen, das ganz ohne Estrich auskommt und direkt unter den Dielen verlegt wird. An dieser Stelle möchte ich mich bei Lars für den Tip bedanken, den er hier in einem Kommentar gepostet hat.

unser Infrastruktuprojekt

Veröffentlicht: 10. August 2012 in Abbrucharbeiten, Heizung
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In zwei der Kellerräume wurde schon vor Jahren eine Betonbodenplatte gegossen, in den anderen beiden Kellerräumen sind noch große, alte Pflastersteine verbaut und im Eis- oder Lagerkeller, der tief in den Felsen geht, liegen große Sandsteinplatten oder Naturboden. Der Eiskeller wird erst mal nicht genutzt, und die beiden Räume mit Betonplatte sind eher „Durchgangsräume“ . Da aber einer der beiden Seitenräume mit Pflastersteinen zum Heizungsraum umfunktioniert werden soll, muss hier erst mal Platz geschaffen werden. Also haben wir den alten Zwischenboden, der zur Lagerung eingebaut wurde und schon sehr morsch und angefressen war, abgebaut. In diesem Zug musste auch ein Haufen Kohlen, Briketts, Kohlenstaub und anderer Schmutz entsorgt werden – zusätzlich zu dem Zeug, das wir vom Rückbau im Haus dort gelagert haben.

Als wir mit dem Rückbau fertig waren, konnten wir die volle Raumwirkung einschätzen und es wirkte viel größer als bisher gedacht. Hier haben wir mehr als genug Platz, alles notwendige hineinzubauen. Aber erst mal muss der alte Pflastersteinboden raus, damit wir eine neue Bodenplatte gießen konnten. Natürlich hätten wir von Hand jeden einzelnen Pflasterstein rausheben können, aber unser Rohbauer hatte da ein „kleines“ Hilfsmittel namens Neuson, das uns die ganze Sache sehr erleichtert hat. Mit dem kleinen Bagger ging es in Windeseile, die Steine rauszumachen. Außerdem hat er gleich auch noch tiefer gegraben, um die Vorarbeiten der Betonplatte zu erledigen.

  

Dabei kamen sowohl Zu- als auch Abwasserrohre zum Vorschein. Bei den Abwasserrohren hätten wir sonst wahrscheinlich auch diesen Teil aufwendig von Innen sanieren müssen, so konnten wir sie in dem Bereich gleich sinnvoll erneuern. Viel mehr freut uns aber, dass wir auch den Trinkwasseranschluss ins Haus gefunden haben.

Bisher haben wir den Wasseranschluss ganz weit hinten im Keller gesehen und waren uns nicht sicher, ob hier nicht vielleicht noch Bleirohre verbaut sind. Glücklicherweise hat sich herausgestellt dass der erste Teil bis ins Haus inzwischen mit modernen Rohre aus PE gemacht ist und wir daher keine Bleivergiftung oder Zustände wie zu Neros Zeiten befürchten müssen. Da gerade alles offen war und der hintere Teil des Zuwassers noch alt und marode war, haben wir den Wasseranschluss aus dem hinteren Gewölbekeller gleich nach vorne verlegt. Jetzt haben wir die wichtigsten Zugänge in einem Raum. Wasser, Strom, Kabelfernsehen bzw. Telefon. Auch der Gasanschluss wurde gerade in den Keller gelegt. Damit sind wir für alles gerüstet. Hoffentlich.

  

Inzwischen ist auch die neue Bodenplatte gegossen und der Heizungsbauer kann jetzt nach Lust und Laune oder den entsprechenden Vorgaben hier aufbauen. Zusätzlich wurde ein Teil der Abwasserleitungen aus den oberen Stockwerken komplett erneuert. Der andere Teil wurde per Inlinerverfahren saniert. Dazu wurde von innen mit Kunstharz eine Schicht in die Abwasserrohre eingebracht und ausgehärtet. Es ist schon faszinierend zu sehe, wie das gemacht wird. Was war das früher für ein Aufwand alles auszubuddeln, das Loch zu suchen und zu reparieren. So ist es eine saubere und auch schnelle Sache.

Die Infrastruktur bis zum Haus passt jetzt. Als nächstes geht es an die Verteilung im Haus. Unser Installateur steht schon in den Startlöchern.

Wie schon früher beschrieben, sind wir gerade dabei uns für die richtige Heizung zu entscheiden. Bei der Heizungserzeugung haben wir für die Eisheizung inzwischen zumindest mal die Dimensionierung des Eisspeichers. Ca. 70 Kubikmeter bräuchten wir, um den doch sehr hohen Wäremebedarf stemmen zu können. Bei den Kosten haben wir schon fast 200.000€ erreicht, weswegen das System der Eisheizung leider nicht mehr im Rennen ist.

Zwischendurch hatten wir schon auf eine sehr günstige Lösung gehofft. Das Zuhause-Kraftwerk von Lichtblick. Dabei stellt und betreibt Lichtblick ein Blockheizkraftwerk im eigenen Keller. Ich selber als Nutzer würde zu günstigen Konditionen einen Wäremeliefervertrag abschließen, der an den Gaspreis gekoppelt ist. Außerdem kommt noch ein Installationsbeteiligung von ca. 5.000€ bis 8.000€ dazu. Das Zuhause-Kraftwerk wird jetzt auch im Raum Stuttgart angeboten. Leider wurde uns nach erste interessanten Gesprächen mitgeteilt, dass die Leistung leider doch nicht im Kreis Calw angeboten wird. Das ist für uns natürlich sehr ärgerlich, da wir jetzt doch ein komplettes Heizungssystem finanzieren müssen.

Ausgeschrieben ist jetzt ein BHKW, das mit Gas betrieben wird. Alternativ eine Brennwerttherme, die später um ein BHKW ergänzt werden kann. Das ist jetzt einfach eine Preisfrage.

Ein schweres Thema ist aber nicht nur die Wäremerzeugung, sondern auch die Wärmeverteilung. Natürlich kann man überall Standardheizkörper anbringen, aber dies bringt ein paar Nachteile mit sich. Zum einen braucht man hier, soweit ich das bisher verstanden habe, ggf. höhere Vorlauftemperaturen, als dies vielleicht gewünscht ist. Je nach Raumgröße müssen die Heizkörper auch entsprechend groß und/oder anzahlmäßig viele sein. Das ist gerade für unseren großen Saal mit 120qm und 4,8m Deckenhöhe problematisch und damit sind Heizkörper für diesen Raum eigentlich nicht das ideale.

Der Standard-Flachheizkörper ist jetzt in meinen Augen nicht gerade der Inbegriff von Design und Schönheit. Natürlich gibt es auch tolle Heizkörper, wie hier schon beschrieben, aber die haben dann ein entsprechendes Preisschild. Ein weiteres Problem ist, dass die Flachheizkörper oft unter den Fenstern montiert werden. Das ist heute mit entsprechenden wäremegedämmten Fenster nicht mehr zwingend notwendig, aber trotzdem noch aus praktischen Gründen oft praktiziert. Das wäre bei uns wahrscheinlich nicht anders. Damit müssten wir sie vor die Lamperien unter den Fenstern verbauen, was sehr schade wäre. Da die meisten Zimmer nicht unbedingt sehr groß sind, benötigen wir aber den restlichen „Wandraum“ für Möbel oder die Möglichkeit auch mal ein Bild hinzuhängen.

Möglichkeit zwei ist die Fußbodenheizung. Sie ist natürlich eine feine Sache, wenn auch eher etwas träge. Sie kann entweder als Trockensystem oder mit Estrich verbaut werden. Trocken heißt OSB-Platte, Styropor (dies dient hier nur als Platzhalter für all die anderen Dämmaterialien), Trägermaterial, das die Heizspiralen mit Wäremverteilplatten aufnimmt, OSB-Platte drüber und dann den eigentlichen Bodenbelag. Dies hat den Vorteil, dass sie nicht viel Gewicht aufträgt und in Altbauen entsprechend leicht verwendet werden kann. Die andere Möglichkleit ist die Heizspiralen in Estrich oder Gussasphalt einzulassen. Hier ist die Wärmeübertragung recht direkt, aber es wird auch entsprechend Gewicht aufgebaut. Daher nicht immer und nur mit Rückfrage beim Statiker einzubauen. Außerdem kommt soweit ich weiß auch eine entsprechende Aufbauhöhe dazu.

Dies wäre für unseren Saal und das Esszimmer eigentlich eine gute Lösung, aber da wir bisher das bestehende Parkett erhalten wollten, eigentlich schade. Das Parkett kann nicht zerstörungsfrei entfernt werden, da es durch die Nuten hindurch mit dem Untergrund vernagelt ist. Diese Nuten brechen beim Ausbau oft und es ist danach nicht mehr verwendbar. Außerdem wäre das bisherige Parkett zu dick für die Verwendung mit einer Fußbodenheizung. Wenn wir trotzdem auf die Fußbodenheizungsvariante umsteigen, müssen wir ein neues, fußbodenheizungstaugliches Parkett verlegen lassen. Außerdem verlieren wir einige Zentimeter Höhe durch den Fußbodenaufbau, aber das sollte verschmerzbar sein.

Das letzte System, das bei uns noch im Rennen ist, sind die Klimadecken. Die Funktion ist wie eine Fußbodenheizung an der Decke. Das System wird auch von Wasserschlangen erwärmt. Dieses System arbeitet, nicht wie ein normaler Heizkörper über Konvektion, sondern über Strahlungswärme. Dies ist vergleichbar zu einem Kachelofen oder auch zur Sonne, der sein Wärme abstrahlt und noch in einigen Metern Entfernung zu spüren ist. Ein großer Vorteil dieser Klimaplatten ist, dass über sie nicht nur geheizt, sondern im Sommer auch gekühlt werden können. Sie transportieren die anfallende Wärme entsprechend ab. Die kann durch eine Wärmepumpe geschehen, die heizen und kühlen kann oder durch ein separates Klimagerät. Dieses System der Klimplatten ist komplett verdeckt montiert, fällt nicht auf und ist recht dynamisch und nicht so träge wie eine Fußbodenheizung. Aber es ist verhältnismäßig teuer. Was gerade beim Einsatz in großen Räumen wie unserem Saal ein ganz schönes Loch in unseren Geldbeutel reißen würde. Jetzt müssen wir für jeden Raum die Gegebenheiten analysieren und das Richtige Konzept in Bezug auf Nutzung und Kosten raussuchen.

Es gibt natürlich auch noch Wandheizungen, die aber bei uns aus Platzgründen teilweise nicht eingesetzt wird. In Manchen Räumen wie z.B. im Saal ist Fläche in ausreichender Menge nur recht weit oben verfügbar. Hier funktioniert der Strahlungsanteil nicht mehr. In anderen Räumen soll auch noch die Stellmöglichkeit für Schränke oder anderes gegeben bleiben. Daher ist es in dem Fall auch nicht möglich auf eine Wandheizung zurückzugreifen.

Letzendlich wird es eine Mischung aus Heizkörpern im 1. Stock und Fußbodenheizung im 2. Stock und den Bädern. Auch wenn es bedeutet, dass der Boden im 2. OG ersetzt werden muss, aber alle anderen Lösungen waren im Vergleich zu teuer oder aus anderen Gründen nicht realisierbar.

Wettstreit der Heizkonzepte Teil 1 – Wärmeerzeugung

Veröffentlicht: 13. Dezember 2011 in Heizung
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Eines der großen Gewerke, die gerade in der Entscheidungsphase sind, ist das große Thema Heizung. Hierbei muss man die Unterscheidung in Wärmeerzeugung und Wärmeverteilung vornehmen. Und beides ist im Augenblick noch zu entscheiden.

Fangen wir mit der Wärmeerzeugung an:

  • Von vornherein war für uns klar, dass wir nicht auf eine Ölheizung setzen wollen. Die Preise von Erdöl sind einfach unkalkulierbar und nur eins ist sicher, sie werden steigen. Biodiesel oder Pflanzenöl kommt für mich aus Gewissensgründen nicht in Frage. Überspitzt gesagt möchte ich kein Brot und keinen Regenwald verheizen.
  • Für Solarzellen bzw. Solarthermie ist die Ausrichtung unseres Dachs einfach zu ungünstig bzw. es bestehen auch Einschränkungen durch den Denkmalschutz. Eine Heizungsunterstützung oder Warmwassererzeugung mit Solarzellen ist hier einfach nicht sinnvoll umsetzbar.
  • Holzpellets sind gerade in und mögen auch sinnvoll sein. Allerdings ist der Anfangsinvest recht hoch, vor allem bei einem entsprechenden Wärmebedarf. Und den werden wir bei der Größe von Haus, das nicht ideal gedämmt werden kann, leider haben. Zusätzlich haben wir keinen großen trockenen Keller, um die Pellets zu lagern. Der müsste zusätzlich noch entsprechend erstellt/umgebaut werden, was die Kosten nochmals in die Höhe treibt.
  • Dann gibt es noch die Luftwärmepumpe, sei sie mit Strom oder Gas betrieben. Die kommt auf Grund des großen Wärmetauschers mit einer entsprechenden Geräuschkulisse nicht in Frage. Hier wäre der Vorteil, dass bei einer Verwendung von Klimaplatten ggf. auch damit gekühlt werden könnte. Aber die Nachteile überwiegen.

Also sind wir bei folgenden Möglichkeiten.

  • Die normale Gas-Brennwerttherme. „Günstig“ in der Anschaffung, kontinuierliche Versorgung und damit kein Lagerproblem. Außerdem eine ausgereifte Technik.
  • Möglichkeit zwei ist das Blockheizkraftwerk – in unserem Fall mit Gas betrieben. Teurer in der Anschaffung, aber dafür eigentlich günstiger im eigentlichen Betrieb. Die Energiesteuer auf Gas wird erstattet und der erzeugte Strom wird günstig selbst verbraucht oder zu Marktpreis verkauft. Bei einem nicht ideal gedämmten, großen Haus wie unserem, müssten die notwendigen Betriebsstunden für einen rentablen Betrieb eigentlich zusammenkommen.  Hier gibt es inzwischen eine Reihe von Herstellern bzw. Produkten wie z.B. den Dachs von SenerTec, oder den Lion-Powerblock von Otag. Natürlich gibt es noch eine ganze Reihe mehr. Einen Überblick kann man sich z.B. hier verschaffen. Wie aktuell diese Übersichtist, kann ich im Augenblick aber nicht beurteilen.
  • Als letzter Kandidat wird gerade die Eisheizung der Firma ISOCAL untersucht. Das Konzept Heizen mit Eis wird gerade immer wieder in den Medien vorgestellt und klingt erst mal sehr schräg. Es funktioniert im Prinzip wie diese Taschenwärmer. Kurz anknicken und die Flüssigkeit im Beutel kristallisiert aus und gibt dabei Wärme ab. Wenn man den Beutel in heißes Wasser legt, wird aus den Kristallen wieder eine Flüssigkeit. Das gleiche funktioniert anscheinend auch mit Wasser bzw. Eis als Speicher. Bei der Umwandlung von Eis bei 0° zu Wasser bei 0° wird so viel Energie benötigt, wie um Wasser von 0° auf 80° zu erhitzen. Mit einer Wärmepumpe wird nun Wasser in einem großen Speicher in Eis umgewandelt und die Wärme, die dabei entsteht wird zum Heizen verwendet. Duch Erdwärme (der Eisspeicher wird eigentlich vergraben), Solaruntersützung (alles was Temperaturen über 0° erzeugt hilft) und Rücklauf, wird das Eis wieder in Wasser umgewandelt. Ein interessantes Prinzip. Was wir gerade klären sind die Kosten, die Dimensionierung des Eisspeichers und ob wird den Eisspeicher auch in unserem Felsenkeller aufstellen können, statt ihn zu vergraben. Auf die Ergebnisse bin ich echt mal gespannt. Mehr Infos über die Eisheizung gibt es auch beim Hersteller Isocal, die darauf ein Patent haben.

Aber die richtige Wäremeerzeugung ist nur die halbe Miete. Der andere Teil ist die Wäremeverteilung. Dazu mehr im Teil 2. Wir müssen uns jetzt nochmal mit dem Heizungsplaner zusammensetzen, um die Kosten zu klären.  Ich hoffe, dass wir das bald wissen, um schon bald damit anfangen zu können.

Denn zum Heizen sind sie da

Veröffentlicht: 3. März 2011 in Heizung
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Wenn es um das Thema Heizen geht, denkt man häufig an die Entscheidung zwischen Öl, Gas, Pellets, Solar und Co. Mit Puffer-, Schichtenspeicher oder als Durchlauferhitzer. Im Laufe der Zeit werde ich in diesem Thema wahrscheinlich noch deutlich informierter, nur eben noch nicht jetzt. Also bitte verzeiht die möglich Unschärfe in der Verwendung der Fachbegriffe. Davon abgesehen fristet das Resultat dieser Entscheidung meist ungesehen sein Dasein im Keller. Beim letzten Glied in der Kette – dem Heizkörper – greift man dann oft auf den bewährten Flachheizkörper zurück. Hier stellt sich aber die Frage, muss es denn immer langweilig weiß sein? Im Bad weicht man von dieser Einstellung bereits oft ab und greift z.B. zum Heizkörper, der auch als Handtuchwärmer dient. Warum dann nicht auch in anderen Räumen andere Wege gehen?.

Wer sich mal eine Übersicht über die Hersteller von Heizköpern verschaffen will – seien es normale oder ausgefallene – dem gibt hottenrott eine große Linkliste zu verschiedenen Herstellern an die Hand.  Sie ist wahrscheinlich nicht erschöpfend und nicht alle Links sind aktuell, aber man hat trotzdem einen guten Startpunkt.

Auf der Suche nach dem nicht ganz alltäglichen, bin ich auf diese nicht-gerade-Standard-Heizkörper gestossen. Zum Beispiel

die Iguana Serie Circo der Firma Jaga

Auch die Serie Geo Atlantis hat seinen ganz eigenen Charm.

Etwas ganz abgefahrenes hat Jaga mit der Heatwave entwickelt. Vor allem in der großen Ausbaustufe. Hier wirkt der Heizkörper eher wie ein Kunstwerk.

Bei der italienischen Firma Tubes Radiatori Srl bin ich auf die Modelle

Add On

Milano und TBT gestoßen. Auch mal erfrischend anders.

Was es leider nur als Studie gibt, ist das durchaus interessante Design von Marco Dessi. Seine Radiator-Studien bringe das gewisse Maß an Unaufgeräumtheit in den Raum.

Wer aber dann doch an praktischerem interessiert ist, dem seine noch zwei andere Heizungen/Heizkörper ans Herz gelegt.

Viele, die wie ich sehr gerne lange und vor allem heiß duschen, kennen sicher das Problem der beschlagenen Spiegel. Um Abhilfe zu schaffen hat AEG eine Spiegelheizung in zwei verschiedenen größen im Angebot. Diese werden einfach von hinten auf den Spiegel aufgeklebt und mit einem Stromkreis verbunden. Schon kann man sich auch wieder im Spiegel ansehen.

Wer in der Küche sowieso schon wenig Platz hat,  die Fußbodenheizung nicht verfügbar ist und hier nicht auch noch weiteren Platz an einen Heizkörper verschenken will, für den hat die Firma Purmo die Kompaktheizkörper SLK im Angebot. Diese Heizkörper werden normal an die Zentralheizung angeschlossen, verschwinden aber in der Sockelleiste z. B. unter dem Küchenschrank. So wird geschickt weiterer Platz für Küchenschränke geschaffen.

Ich möchte hier aber nochmals kurz darauf hinweisen, dass ich hier keine wirklichen Empfehlungen aussprechen kann. Dies sind interessante Produkte, die ich bei meinen Streifzügen im Netz entdeckt habe. Letztendlich sollte man die Entscheidung mit dem Installateur seiner Wahl treffen.

Doppelt gebrannt und doch kein Alkohol

Veröffentlicht: 15. Februar 2011 in Heizung, Kuriositäten
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Da wir noch ganz am Anfang des Projekts stehen und viel Planungsarbeit beim Architekten liegt, können wir nicht viel machen, außer uns umzuschauen. Entscheidungen sind wie gesagt noch nicht möglich. Wie sollen wir konkrete Anfragen z.B. für die Heizung stellen, wenn wir noch nicht mal den Wärmebedarf kennen? Also suchen wir jetzt nach den Sachen, die uns wichtig sind und bei denen kein Fachwissen vorausgesetzt ist. Denn wenn wir erst anfangen zu suchen, wenn die Entscheidungszeit gekommen ist, übersehen wir vielleicht interessante Dinge.

Da wie später einen offenen Kamin, Kaminofen, Grundofen oder Kachelofen im Wohnzimmer haben wollen, hab ich mal im Netz gestöbert. Jetzt ging es noch nicht mal um die Vorzüge des einen oder Nachteile des anderen, sondern einfach darum, mal ein Gefühl dafür zu bekommen, was es auf dem Markt gibt. Was für Designs und Stilrichtungen gibt es? Je genauer wir wissen, was wir in Bezug auf Design haben wollen, desto einfacher können wir später gezielt danach suchen und vergleichen.

Ich bin also einfach mal über die Bildersuche gegangen und habe die Angebote auf mich wirken lassen. Im Gegensatz zu Line bin ich öfters von den nicht ganz alltäglichen Sachen fasziniert. Dabei bin ich auch auf einen Kaminofen von xeoos® gestoßen. Er widerspricht dem, was ich bisher von Kaminöfen kannte.

Bei eigentlich jedem anderen Kamin, Ofen oder ähnlichem, den ich kenne, brennt das Feuer ganz normal von unten nach oben. Nicht so bei den Kaminöfen von xeoos. Dort gibt es zum einem das normale Feuer, zusätzlich kann noch eine zweite Flamme zugeschaltet werden, die nach unten brennt. Die Abgase werden nicht direkt nach oben ausgeleitet, sondern an der Seite nach unten durch den Rost und erst danach in den Schornstein.

von xeoos-twinfire (http://www.xeoos.de)

Da es den Kamin in verschiedenen Materialien und in den Ausführungen 5KW und 8KW gibt, ist es vielleicht eine Überlegung für uns. Außerdem soll er auch die notwendigen Emissionsrichtlinien erfüllen. Wie das ganze funktioniert wird hier gezeigt:

Vielleicht finden wir aber auch etwas, das uns besser gefällt und auch sinnvoller für die Beheizung unseres großen Saals ist. Die weiteren Fundstücke werde ich hier natürlich auch zeigen.