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Schräge Außentreppen mussten weichen

Veröffentlicht: 23. April 2012 in Garten
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Im Laufe der Jahrzehnte haben diese Stufen unzähligen Gästen den Weg in den Biergarten ermöglicht. Vielleicht war auch die eine oder andere bekannte Persönlichkeit dabei, die schon mal in den vier Wänden dieser Gaststätte waren. Die Zeitung weiß hier von Heuss, Rommel oder Kiesinger zu berichten. Aber der Zahn der Zeit hat auch an diesen Stufen in den Garten genagt. Sie waren teilweise gebrochen, schräg und schief. Der Unterbau war lose und auch die Seitenwand war in Mitleidenschaft gezogen. So war es eigentlich jedes Mal fast ein Abenteuer in den Garten zu gehen.

  

So schön die Austrahlung dieser alten Treppen auch war, es konnte so nicht bleiben. Allerdings hat es nicht gereicht einfach nur die Stufen gerade zu rücken oder hier und da eine Stufe zu ersetzen. Unser Rohbauer ist mit schwerem Gerät angerückt (er hat seinen kleinen Bagger mit dem Kran nach oben geschafft) und hat nach und nach Teile der Mauer komplett zurückgebaut.

  

Von da aus hat er dann angefangen die nummerierten Steine neu aufzuschichten und die Mauer von Hinten mit Einkornbeton und verdichtetem Erdreich zu befestigen. Außerdem wurde der Untergrund für die neuen Treppenstufen neu aufgebaut.

  

Die alten Treppenstufen konnten nicht gerettet werden, also haben wir uns für Betonblockstufen entschieden. Da aber für eine gute Begehbarkeit die Treppe flacher gebaut wurde (DIN und so), als sie früher war, mussten auch die Mauern verlängert werden. Hier haben die alten Treppenstufen ihre neue unterstützende Position gefunden.

  

Auch die untere Treppe musste erneuert werden. Da sie aber auch hier nicht mehr so steil wir früher gebaut werden konnte, mussten wir eine neue Lösung finden, die uns auch weiterhin einen Zugang zu der kleinen Ecke ermöglicht. Und wenn es nur ist, um im Herbst Laub rauszuholen. Also haben wir uns entschieden den unteren Teil der Treppe wohl oder übel schmäler zu gestalten.

Aber im großen und ganzen sind wir sehr zufrieden, wie es jetzt geworden ist, denn wir können wieder in den Garten gehen, ohne Angst haben zu müssen, dass vielleicht ein Teil der Mauer runterkommt, die Treppe nachgibt oder wir einfach ausrutschen. Jetzt müssen nur noch sinnvolle Geländer dran, dann ist es, wie es sein soll

Jetzt geht es richtig los

Veröffentlicht: 14. November 2011 in Garten, Haus, Fenster und Dach

Ja, es ist schon länger her, dass ich das letzte Mal den Baufortschritt dokumentiert habe und es hat sich inzwischen einiges getan, aber wir haben unseren lang geplanten Urlaub angetreten. Und genau dann ging es richtig los. Wir sind losgeflogen und zwei Tage später wurde der Kran aufgebaut. Dazu wurde die Straße für ein paar Stunden komplett gesperrt – nicht nur für Autos, sondern auch für Fußgänger. Dies war für ein paar Leute ein böses Erwachen, da durch die Straßensperrung ein Teil der Straße/Sackgasse komplett abgeriegelt war. Sie konnten mit dem Auto gar nicht raus. Allerdings war diese Straßensperrung bereits länger vorher im Amtsblatt bekannt gemacht worden und auch den Anwohnern wurden Zettel reingeworfen. Aber es war ja nur für ein paar Stunden.

Da der Kran Platz im Drehbereich braucht, um das notwendige Material auf die oberen Ebenen zu bringen, mussten leider einige Bäume gefällt bzw. zurückgeschnitten werden. Bei einem Teil der Bäume wäre dies früher oder später wahrscheinlich sowieso notwendig geworden. Die Wurzeln spalten die Felswand und lösen wahrscheinblich irgendwann einen Felssturz aus und/oder die Bäume könnten einfach beim nächsten Sturm auf das neu gemachte Dach stürzen. Auch die kleiner Bäume an der Mauerkannte zum Haus hin, mussten raus, da auch sie die Mauer nachaltig beschädigen. Dies ist ein Punkt, der für uns sehr schade ist, weil das viele Grün und die weit ausladenden Robinien eine tolle Stimmung ergaben. Überall hat es gesummt und gelebt. Einfach schön, wenn man im Sommer draußen saß. Für uns war es also sehr spannen, wie alles aussieht, als wir aus dem Urlaub zurückkamen. Fazit, etwas kahler, nicht so viel Grün aber dafür haben wir jetzt eine schöne Aussicht von unserem Garten aus. Hier die Vorher/Nachher-Show.

  

Inzwischen ist auch das ganze Haus eingerüstet. Somit konnten die Dachdecker loslegen die Dächer des Haupt und des Hinterhauses abzudecken und die neuen Unterspannbahnen anzubringen. Damit ist das Dach erst mal wieder dicht. Da die Firma Keppler aus Schömberg auch die Zimmermannsarbeiten ausführt, konnten im Zug des Dachabdeckens auch die schadhaften Balken bzw. Sparren sehr schnell ausgetauscht werden. Somit wurden innerhalb von zwei bis drei Tagen die Dächer abgedeckt, Balken ausgetauscht und die Unterspannbahnen angebracht. Für uns geht es jetzt gerade wirklich schlag auf Schlag. Und der wichtige Punkt Dach wird somit noch vor dem Winter erledigt. Alles andere hätte sonst wahrscheinlich eine größere Verzögerung mit sich gebracht.

Als nächstes kommt die Baublechnerei und auch im inneren ändert sich einiges.

Die Gartensaison ist eingeläutet

Veröffentlicht: 15. Mai 2011 in Garten

Da ja in letzter Zeit das Wetter geradezu einladend war und man auch nicht immer nur am Haus arbeiten kann, haben wir uns gedacht, wir schaffen uns schon mal eine kleine Oase, in er wir entspannen können und machen uns doch schon mal an den Garten.

Gesagt, getan. Ich hab mir also Rechen, Hacke und Säge zur Hand genommen und mich diese doch sehr in Mitleidenschaft gezogenen Stufen hinaufbegeben. Hier wird uns noch einiges an Arbeit bevorstehen, allein um diese Treppen wieder in Ordnung zu bringen. Im Augenblick halten sie zwar noch, aber unter einem sicheren Tritt verstehe ich was anderes. Aber zumindest erfüllen sie noch ihren Zweck.

  

Auf der oberen Gartenebene  habe ich mich dann erst mal dran gemacht, die ganzen Äste die im Laufe der Zeit runtergekommen sind und die, die ich im Februar geschnitten habe, wegzuschaffen. Danach ging es dann dran, die heruntergefallenen Bäume soweit zu kürzen, dass man zumindest sinnvoll laufen kann. Alles hab ich damit nicht weggekriegt, aber für den Rest brauch ich erstens schweres Material und vor allem Sachverstand. Die Bäume liegen so, dass ich sie nicht alleine runterholen kann. Da sie oben im Steilhang umgestürzt sind und zur Hälfte über die Felsenkante hinausragen, ist das nunmal ein schwieriges Unterfangen. Da sollte man wissen, was man macht.

Nachdem dieser Teil erst mal mit einem kühlen Bierchen im Schatten belohnt wurde, hab ich mich dann dran gemacht, den Boden auf Vordermann zu bringen. Also mit Rechen und Hacke das Efeu und andere schlingenden Pflanzen entfernt. Es war eine anstrengende und schweißtreibende Arbeit und ich bin noch nicht fertig, aber man kann zumindest schon mal erkennen, was für Potential dieser Garten bietet.

Durch den direkt anschließenden Wald bietet das Blätterdach einen guten Schutz vor Sonnenlicht. Je nach Tageszeit hat man einen difusen Halbschatten mit ein paar sonnigen Flecken oder eben den vollen Schatten. Aber es ist doch ein Unterschied, ob man direkt unter einem Sonnenschirm sitzt oder in einigen  Metern Höhe ein Blätterdach den Schatten wirft. Auch die Umgebung ist einfach toll. Überall piept und raschelt es, die hohe Felswand im Rücken – einfach eine tolle Atmosphäre.

  

Als nächstes können wir dann überlegen, wie wir den Garten gestalten. Welche Blumen und Büsche vertragen viel Schatten, welche sehen schön aus und welche können uns den Hang befestigen. Schön wäre es, wenn wir uns nur um das kümmern müssten, aber im und am Haus ist soooo viel zu tun, bis die Handwerker anrücken. Da bleibt wohl nicht so viel Zeit für den Garten – nur fürs ausruhen.

Weitere Gäste, aber für’s ganze Jahr

Veröffentlicht: 18. Februar 2011 in Garten, Haus, Fenster und Dach
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Nachdem wir die erste Überraschung über unsere Wintergäste, die Fledermäuse, hinter uns gebracht haben, sind uns am letzten, sonnigen Wochenende weitere Gäste aufgefallen. Es sind aber nicht wie bei Mitstreitern im Fachwerkhaus renovieren mögliche Gespenster, sondern Bienen. Sie haben sich auf der Südseite unseres Hauses einen Zwischenraum zwischen Ziegeln und Balken ausgesucht, um dahinter ihren Bienenstock einzurichten.

Da sie dort nicht dauerhaft bleiben können – und ausräuchern oder zugipsen ist für mich keine Option! – haben wir, wenn es sich um Honigbienen handelt,  eine gute Chance, sie recht einfach umzusiedeln. Ein Imker, den ich über den Blog kennengelernt habe, hat gemeint, für den Fachmann sei dies einfach, wenn die Waben zugänglich sind. Wir sollten daher schauen, dass wir bis Ende März an einem warmen Tag das ganze angehen. Die Kunst dabei ist, nur die Königin, die auf einer Wabe sitzt, zu erwischen, dann folgt der Rest mit etwas Geduld nach. Allerdings ist da dieses kleine Wörtchen wenn. Wie auf dem Bild zu sehen ist, weiß ich nicht, wie wir an die Waben rankommen sollen. Da muss ich mich mal mit einem Imker in der Gegend in Verbindung setzen, um mehr Input zu bekommen.

Außerdem müssen wir erst mal rauskriegen, um was für Bienen es sich handelt. Sind es Honig- oder Wildbienen. Denn davon hängt es ab, was wir machen können.

Ich habe mal versucht ein Bild zu machen. Für mich ist es einfach eine pollensammelnde Bienenart. Ich bin aber auch zugegeben nur ein Laie. Kannst Du hier mehr erkennen?  Hast Du eine Vermutung, um was für einen Bienenart es sich handelt? Dann hinterlass doch bitte einen Kommentar. Uns würde es helfen. An dieser Stelle schon mal danke.