Wasser – meist ein großer Feind

Veröffentlicht: 11. Juli 2012 in Abbrucharbeiten, Haus, Fenster und Dach
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Der größte sichtbare Fortschritt, war sicher die Fertigstellung der Fassade und der Abbau von Gerüst und Kran. Manche Leute, mit denen wir ins Gespräch kommen, glauben wir könnten schon nächste Woche einziehen. Aber ganz so weit sind wir noch nicht. Dennoch geht es wie schon beschrieben auch innen voran – wenn auch Stückchenweise und mit dem einen oder anderen Problem.

Da wir im hinteren Teil des Hauses Balken, oder besser gesagt Schwellen, gefunden habe, die direkt ohne Schutz auf dem Boden aufliegen sind sie, wie nicht anders zu erwarten ist, durchgerottet. Damit mussten wir an eine weitere Wand Hand anlegen. Die Wand sollte ursprünglich abgebaut, der untere Teil aufgemauert und dann darauf wieder aufgesetzt werden. So würde sie nicht mehr direkt auf dem Erdreich aufliegt. Da die Wand aber nach Aussage des Statikers nicht tragend ist, und wir sie ganz entfernen können, haben sich wunderbare Möglichkeiten ergeben, den Grundriss zu ändern. Bisher wäre der Eingangsbereich ein langer dunkler Schlauch gewesen und auch das Bad wäre entsprechend klein, lang und dunkel gewesen. Jetzt aber können wir die Aufteilung ändern, der Eingang wird größer, das Bad wird größer und das ganze Raumgefühl wird angenehmer. Jetzt musste nur eine neue Bodenplatte gegossen werden. Manchmal bieten ärgerliche Punkte wirklich tolle Möglichkeiten.

Aber eben nur manchmal. Bei diesen Arbeiten habe ich auch an der Decke Hand angelegt und festgestellt, dass auch hier eine große Schwelle zum oberen Stockwerk durchgefault ist. Durch diesen Fund habe ich mir den gepielten Zorn meines Architekten zugezogen und musste mir vorwerfen lassen, dass ich doch bitte aufhören soll, nach Balken zu suchen, die kaputt sind. Das wäre doch nicht wirklich hilfreich.

Leider haben wir damit auch im Saaleine weitere Wand entkernen müssen, um überhaupt die Schwelle austauschen zu können. Und es waren nicht die letzten kaputten Balken oder Balkenköpfe, die wir gefunden haben.

Wasser oder Feuchtigkeit sind wirklich ganz übel, wenn es um ein Fachwerk geht. Die Bodenschwelle wurde vom Erdreich aus aufgeweicht und zerstört, die Schwelle zum Saal wurd durch das Wasser aus dem darüber montierten Spülbecken zwestört. Balkenköpfe und Balken wurden von aufsteigendem Wasser der Sandsteinmauer zerstört. Und auch durch kaputte Dächer oder Kamine ist Feuchtigkeit eingedrungen, die Blken und Fachwerk zerstört und Backsteine zu einer sandigen Masse reduziert hat. An all diesen Stellen wurde das Holz ganz schön in Mitleidenschaft gezogen und musste letztendlich ausgetauscht werden.

Wir hatten zwar mit einigen Balken gerechnet, die getauscht werden müssen, aber nicht mit so vielen und an so vielen verschiedenen Stellen. Alle haben wir ausgetauscht und teilweise ersetzt. Jetzt sollte das Haus für die nächsten Jahrzehnte gerüstet sein. Hoffentlich

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