Archiv für März, 2012

Da die Seiten unseres Saalbaus eine andere Farbe hatten, als die Front, kam die Frage auf, wie in Zukunft das gesamte Gebäude gestrichen werden soll. Unser erster Ansatz war es, das ganze Gebäude in der Frontfarbigkeit zu streichen. In einem gebrochenen Weiß und Dunkelrot. Der Ansatz des Denkmalschutzes war es, die Originalfarbe wieder herzustellen, da das Weiß und Rot eine gewisse Beliebigkeit darstellt und nicht sehr viel mit dem Original zu tun hat. Lösen bzw. entscheiden konnten wir das nur vor Ort. Dazu hat unser Maler einige Farbmuster mit den verschiedenen Varianten an die Wand gemalt. Bei Tageslicht hat sich gezeigt, dass die Kombination aus Dunkelrot und Weiß wahrscheinlich ein zu harter Kontrast sein wird. Die Ziegelfarbe mit einer Art Senfgelb war dezenter und näher am Original. Es hat einfach stimmiger ausgesehen und wir haben uns auf die Vorstellung des Denkmalschutz geeinigt, auch wenn er eine gewisse Kompromissbereitschaft signalisierte hatte. Hier habe ich nochmal die Farbmuster und die Originalfront rausgesuchtg.

   

Nachdem für außen die Temperaturen für die Malerarbeiten besser waren, als für die Gipsarbeiten innen, haben sich die Maler an den ersten Fassadenanstrich außen gemacht. Auf den Bildern unten kriegt man schon einen Eindruck, wie es in Zukunft aussehen wird. Die Front ist immer noch mit Netzen verhangen und ein weiterer Anstrich muss noch drauf, aber die Farbigkeit kommt schon ganz gut durch. Die beiden anderen Bilder zeigen mehr Farbe und Detail. Die weißen Fenster, die noch vom Gerüst verdeckt werden, fügen sich auch toll in das Bild ein.

    

Da wir in unserem Zeitplan hinterher sind, hoffe ich, dass wir innen auch bald so große Fortschritte machen wie außen.

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Neue Fenster kriegt das Haus

Veröffentlicht: 9. März 2012 in Haus, Fenster und Dach
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Nachdem unser Fensterbauer Günthner aus Oberreichenbach noch vor und zu Beginn der großen Kälte die ersten einfachen Fenster gesetzt hat, hat sich inzwischen schon wieder einiges getan. Ein Großteil der neuen Kreuzstockfenster ist drin. So wie wir es mit dem Denkmalschutz abgestimmt haben, sind es in beiden Stockwerken vierflüglige Fenster, die den Originalfenstern sehr nahe kommen. Nur durch die neue Doppelverglasung sind die Stege ein wenig breiter als im Original.  Das kostet zwar ein wenig Glasfläche, aber von der ganzen Anmutung und auch vom Hinfassen sind wir sehr zufrieden und unser Fensterbauer hat hier ganze Arbeit geleistet.

Hier ist der Vergleich zu den Fenstern, die in den 70er eingebaut wurden, als Denkmalschutz noch kein Thema war und auch der Vergleich zu den Original-Kreuzstockfenstern,

  

Es ist einfach schön zu sehen, wie nach und nach das Haus sein neues Gesicht kriegt und wie sich auch die Raumwirkung mit jedem kleinen Detail ändert. In den beiden Bildern unten kann man vielleicht schon erahnen, wie es später mal wird. Im rechten Bild ist das Fachwerk freigelegt und wird auch später so freigelegt bleiben. Somit erreichen wir eine schöne Leichtigkeit und Offenheit für mehrere Zimmer, die früher als einzelnes klein und teilweise ein wenig beengt gewirkt haben.