Archiv für Februar, 2012

Besondere Armaturen für die Küche

Veröffentlicht: 29. Februar 2012 in Küche
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Bei der Küchenplanung sind wir über das eine oder andere im Bereich Armaturen gestolpert, das ich euch nicht vorenthalten will. Dazu zählen praktische Armaturen wie Kochend-Wasser-Armaturen oder Armaturen, die Sprudel auf Knopfdruck herstellen, aber auch eine einfach schick aussehende Armatur.

Die Armatur, die mich schon beim ersten Bild vom Hocker gehauen hat, ist die Armatur Kohler Karbon der amerikanischen Firma Kohler, von der es auch in Deutschland einen Ableger gibt. Sie hebt sich auf Grund der verwendeten Materialien und auch durch die Gelenke stark von den meisten oder vielleicht sogar allen anderen Armaturen ab, die ich bisher so auf dem Markt gesehen habe. Sie ist aus einer Kombination aus Messing und Texalium ummanteltem Karbon gefertigt, um das Gewicht und damit die Beanspruchung der Gelenke zu reduzieren. Das ist zumindest die Aussage des Herstellers

Durch die 5 Gelenke lässt sie sich in alle Richtungen drehen und auch in der Höhe verändern. Sie hat damit die Vorzüge einer Schlauchbrause, aber ist auch immer noch ein „normaler“ Wasserhahn. Für uns war die Kohler Karbon der ideale Kompromiss, denn Carolin wollte eine Schlauchbrause, aber ich mochte das Aussehen und das etwas klobige der Armaturen mit integrierter Schlauchbrause nicht. Jetzt haben wir einen absoluten Blickfang, der auch noch funktional ist. In Deutschland ist diese Armatur nur in Chrom- und Edelstahlfinish erhältlich, die Amerikaner bieten jedoch eine deutlich größere Auswahl an, zum Beispiel mit schwarzen Verbindungsröhren oder ganz in Gold oder Bronze. Ob das schöner ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Auch in natura sieht das Ding richtig gut aus. Ich bin echt gespannt, wie es sich dann benutzen lässt. Wer sich schon mal einen Eindruck verschaffen will kann das hier bei YouTube. Ein kurzer Film (in Englisch) der die Kohler Karbon auch in Aktion zeigt. Bei meinen Recherchen bin ich auf einen Kritikpunkt gestoßen, mit dem wir aber leben können. Der Knopf, mit dem man die Brausefunktion anstellt, springt nicht zurück, wenn man ihn loslässt. Es ist eher wie bei einem Umschalter an der Badewanne. Sobald das Wasser aus ist, kommt er zurück. Das mag sich vielleicht später als nervig heruasstellen, aber dann ist es zu spät. Ich glaube man gewöhnt sich an vieles.

Auf der funktionalen Seite gibt es die Wasserhähne, aus denen auf Knopfdruck oder besser gesagt auf Hebelzug kochendes Wasser kommt. Bei unserer Suche sind wir auf drei Hersteller gestoßen. Das eine ist ein Quooker. Diese Firma stellt eine Kombination aus Wasserreservoir (eigentlich eine überdimensionale Thermoskanne) und Spezialarmatur her. Im Reservoir wird das Wasser unter Druck dauerhaft auf  knapp über 100° gehalten. Somit hat man auf Knopfdruck sofort kochendes Wasser, das in einem, wie der Hersteller so schön sagt, feinperligen Strahl herauskommt. Und das ganz ohne vorher den Wasserkocher oder Kochtopf bemühen zu müssen. Der Wasserhahn bleibt dabei allerdings immer kalt und auch für eine Kindersicherung ist gesorgt. Inzwischen bietet Quooker auch eine Kombination aus Kochend-Wasser-Armatur und Standardarmatur an, die vom Design identisch sind.

Es stellt sich natürlich die Frage der laufenden Kosten. Laut Hersteller liegen die im Ruhebetrieb bei einem Verbrauch von 10W, was ca 5 Cent pro Tag entsprechen würde (vergleichbar mit z.B. mit dem oft eingesetzten WLAN-Router). Außerdem muss all paar Jahre der Filter gewechselt werden. In dem Zusammenhang kann dann auch der Kalk aus dem Reservoir rausgeschüttelt werden.

Die etwas billigere Alternative zum Quooker ist der Grohe Red der Firma Grohe. Auch hier wird auf Hebelzug kochendes Wasser zur Verfügung gestellt. Diese Armatur gibt es in verschiedenen Ausführungen. Entweder nur für kochendes Wasser (Red Mono) oder als Kombiarmatur für normales und kochendes Wasser (Red Duo). Bei letzterm wird das kochende Wasser auch dazu verwendet um mit kaltem Wasser zusammen normalwarmes Wasser zu erzeugen. Je nach Bedarf gibt es auch unterschiedlichen Boilergrößen. In dieser Kombinationsvielfalt sind dann auch die Preise unterschiedlich. Die Kosten des laufendden Betriebs sind laut Hersteller höher als beim Quooker, allerdings ist er in der Anschaffung je nach Ausführung günstiger.

In beiden Fällen ist eine Kindersicherung vorhanden, die das versehentliche aufdrehen verhindern soll. Ich habe auch bei Dorbracht einen Hinweis bzw. eine Ankündigung für Mai 2012 für eine solche Armatur, den Water Dispenser, gefunden. Allerdings habe ich keinen Hinweis auf eine Art von Kindersicherung gefunden. So wie es für mich aussieht, funktioniert es wie eine normale Armatur, nur eben bis 93°. Vielleicht habe ich es nur nicht gesehen, aber sollte so eine Sicherung fehlen, wäre es für mich sofort ein K.O.-Kriterium. Allerdings war schon die Verfügbarkeit ausschlaggebend.

Grohe hat aber nicht nur eine Armatur für kochendes, sondern auch für gekühltes Wasser im Angebot. Den sogenannten Grohe Blue. Er stellt in der kleinen Version gefiltertes Wasser zur Verfügung. In der großen und auch deutlich teureren Variante kann der Grohe Blue auch gekühltes Wasser in den Varianten still, medium und klassich herstellen. Einfach am Hebel einstellen, ob man Sprudel (medium oder klassisch) haben will und dann zapfen. Kein lästiges Kisten schleppen mehr. Einfach nur noch ab und an den Filter und die CO2 Flasche wechseln. Grohe bietet zwei verschiedene Größen von CO2 Flaschen an, wobei die 2KG Flasche genauso aussieht, wie die Flaschen, die auch z.B. in der Aquarientechnik eingesetzt werden. Sollten sie tatsächlich identisch sein (was ich derzeit nicht weiß), könnten sie z.B. auch im Aquaristikbedarf neu befüllt werden. Dies würde die Kosten für CO2 senken. Allerdings muss jeder der das machen will vorher selber klären, ob das geht. Ich bin kein Profi.

Ob wir wir den Grohe Blue wirklich einsetzen wollen, ist noch offen. Das Preisschild ist hier schon ausschlaggebend. Aber wenn ich mir vorstelle, dass ich keine Sprudelkisten mehr schleppen muss, dann relativiert sich das Preisschild ein wenig.

Erst mal möchte ich mich bei BMW / Rover dafür bedanken, dass es mit unserem Hausbau nicht weitergeht. Danke – ganz großes Kino. Eigentlich hätte letzte Woche begonnen werden sollen, die Außenwände auf der Innenseite zu verputzen bzw. sie anzugleichen, um sie für die Innendämmung vorzubereiten. Aber das Hoch Cooper hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wer sich jetzt fragt, was BMW damit zu tun hat, dem sei erklärt, dass BMW eben dieses Hochdruckgebiet sponsort bzw. die Patenschaft übernommen hat. Eigentlich sollte es ja eine ganz tolle Guerilla-Marketing-Kampagne werden. Aber so werde ich sicher nicht dazu verführt einen Mini Cooper zu kaufen. Bei der Süddeutschen gibt es noch ein bißchen mehr Lesestoff dazu.

Aber statt mich weiter zu beschweren, was alles nicht funktioniert, will ich hier lieber mal den Baufortschritt in ein paar Bildern zeigen, denn in den letzten Wochen hat sich einiges getan. Vieles ist aber weniger im Aufbau, sondern eher im Bereich Rück-/Abbau geschehen. Da wir eine Innendämmung mit iQ-Therm der Firma Remmers einsetzen, musste der ganze Putz an der Innenseite der Außenwände runter. Das iQ-Therm System wird nach Rücksprache mit unserem Bauphysiker eingesetzt, nachdem er andere Systeme aus verschiedenen Gründen für unser Vorhaben für nicht empfehlenswert gehalten hat.  Außerdem ist an verschiedenen Stellen der Decke der Putz locker gewesen und musste runter. Zum Vorschein gekommen sind teilweise komplett marode Rauspundbretter. Also kamen die auch runter, nur um dann angefressene Balken ans Tageslicht zu fördern. Irgendwie finden wir immer mehr marode Stellen – auf der anderen Seite war damit ja auch zu rechnen. Letzendlich haben wir jetzt in zwei Stockwerken den kompletten Putz an den Außenwänden und in einem Stockwerk die Decken in den beiden Seitenflügeln entfernt.

  

Aber es gibt auch Positives. Der Rohbauer war bis zu Cooper stark damit beschäftigt die Gefache der Außenwände auszubessern bzw. neu aufzubauen. Auf dem einen oder anderen Bild kann man auch die Arbeit ganz gut sehen.

  

Die Dachdecker waren schwer damit beschäftigt, die Zwischensparrendämmung im Dach anzubringen und auch der Fensterbauer hat schon die ersten Fenster geliefert und ein paar davon schon eingebaut. Im linken Bild kann man den Vergleich von altem Kreuzstockfenster zum Muster des modernen Nachbaus sehen.

  

  

  

An alle, die in der eisigen Kälte gearbeitet habe, ein herzliches Danke.