Wettstreit der Heizkonzepte Teil 1 – Wärmeerzeugung

Veröffentlicht: 13. Dezember 2011 in Heizung
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Eines der großen Gewerke, die gerade in der Entscheidungsphase sind, ist das große Thema Heizung. Hierbei muss man die Unterscheidung in Wärmeerzeugung und Wärmeverteilung vornehmen. Und beides ist im Augenblick noch zu entscheiden.

Fangen wir mit der Wärmeerzeugung an:

  • Von vornherein war für uns klar, dass wir nicht auf eine Ölheizung setzen wollen. Die Preise von Erdöl sind einfach unkalkulierbar und nur eins ist sicher, sie werden steigen. Biodiesel oder Pflanzenöl kommt für mich aus Gewissensgründen nicht in Frage. Überspitzt gesagt möchte ich kein Brot und keinen Regenwald verheizen.
  • Für Solarzellen bzw. Solarthermie ist die Ausrichtung unseres Dachs einfach zu ungünstig bzw. es bestehen auch Einschränkungen durch den Denkmalschutz. Eine Heizungsunterstützung oder Warmwassererzeugung mit Solarzellen ist hier einfach nicht sinnvoll umsetzbar.
  • Holzpellets sind gerade in und mögen auch sinnvoll sein. Allerdings ist der Anfangsinvest recht hoch, vor allem bei einem entsprechenden Wärmebedarf. Und den werden wir bei der Größe von Haus, das nicht ideal gedämmt werden kann, leider haben. Zusätzlich haben wir keinen großen trockenen Keller, um die Pellets zu lagern. Der müsste zusätzlich noch entsprechend erstellt/umgebaut werden, was die Kosten nochmals in die Höhe treibt.
  • Dann gibt es noch die Luftwärmepumpe, sei sie mit Strom oder Gas betrieben. Die kommt auf Grund des großen Wärmetauschers mit einer entsprechenden Geräuschkulisse nicht in Frage. Hier wäre der Vorteil, dass bei einer Verwendung von Klimaplatten ggf. auch damit gekühlt werden könnte. Aber die Nachteile überwiegen.

Also sind wir bei folgenden Möglichkeiten.

  • Die normale Gas-Brennwerttherme. „Günstig“ in der Anschaffung, kontinuierliche Versorgung und damit kein Lagerproblem. Außerdem eine ausgereifte Technik.
  • Möglichkeit zwei ist das Blockheizkraftwerk – in unserem Fall mit Gas betrieben. Teurer in der Anschaffung, aber dafür eigentlich günstiger im eigentlichen Betrieb. Die Energiesteuer auf Gas wird erstattet und der erzeugte Strom wird günstig selbst verbraucht oder zu Marktpreis verkauft. Bei einem nicht ideal gedämmten, großen Haus wie unserem, müssten die notwendigen Betriebsstunden für einen rentablen Betrieb eigentlich zusammenkommen.  Hier gibt es inzwischen eine Reihe von Herstellern bzw. Produkten wie z.B. den Dachs von SenerTec, oder den Lion-Powerblock von Otag. Natürlich gibt es noch eine ganze Reihe mehr. Einen Überblick kann man sich z.B. hier verschaffen. Wie aktuell diese Übersichtist, kann ich im Augenblick aber nicht beurteilen.
  • Als letzter Kandidat wird gerade die Eisheizung der Firma ISOCAL untersucht. Das Konzept Heizen mit Eis wird gerade immer wieder in den Medien vorgestellt und klingt erst mal sehr schräg. Es funktioniert im Prinzip wie diese Taschenwärmer. Kurz anknicken und die Flüssigkeit im Beutel kristallisiert aus und gibt dabei Wärme ab. Wenn man den Beutel in heißes Wasser legt, wird aus den Kristallen wieder eine Flüssigkeit. Das gleiche funktioniert anscheinend auch mit Wasser bzw. Eis als Speicher. Bei der Umwandlung von Eis bei 0° zu Wasser bei 0° wird so viel Energie benötigt, wie um Wasser von 0° auf 80° zu erhitzen. Mit einer Wärmepumpe wird nun Wasser in einem großen Speicher in Eis umgewandelt und die Wärme, die dabei entsteht wird zum Heizen verwendet. Duch Erdwärme (der Eisspeicher wird eigentlich vergraben), Solaruntersützung (alles was Temperaturen über 0° erzeugt hilft) und Rücklauf, wird das Eis wieder in Wasser umgewandelt. Ein interessantes Prinzip. Was wir gerade klären sind die Kosten, die Dimensionierung des Eisspeichers und ob wird den Eisspeicher auch in unserem Felsenkeller aufstellen können, statt ihn zu vergraben. Auf die Ergebnisse bin ich echt mal gespannt. Mehr Infos über die Eisheizung gibt es auch beim Hersteller Isocal, die darauf ein Patent haben.

Aber die richtige Wäremeerzeugung ist nur die halbe Miete. Der andere Teil ist die Wäremeverteilung. Dazu mehr im Teil 2. Wir müssen uns jetzt nochmal mit dem Heizungsplaner zusammensetzen, um die Kosten zu klären.  Ich hoffe, dass wir das bald wissen, um schon bald damit anfangen zu können.

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