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Veröffentlicht: 27. Juni 2011 in Allgemein, Papier- und Behördenkram
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Nachdem es ja lange gedauert hat, bis wir alle grundlegenden Sachen geklärt haben und unser Architekt die notwendingen Vorplanungen gemacht hat, geht es jetzt Schlag auf Schlag. Innerhalb kürzester Zeit hat er die verschiedensten Termine ausgemacht. Mit dem Zimmermann damit wir wissen, was am Dachstuhl gemacht werden muss. Ganz so schlimm scheint der Holzwurmbefall hier nicht zu sein. Die meisten Balken sind wohl in Ordnung. Und das Wetter hat nur den wenigsten Balken im Dach geschadet. Dafür aber dem Mauerwerk und der Tragwerkskonstruktion darunter.

Wir haben erst mal vorsichtig die Regipsplatte abgenommen, mit der das Maleur bisher verdeckt war. Zum Vorschein kamen durchgegammelte Balken, Reste von Mörtel und Ziegelsteinen und viel Ziegelsteinsand und Erde. Na toll …

Kleine Ursache – große Wirkung:

   

Außerdem haben wir jetzt mit dem Zimmermann klären können, wo unsere Treppe hinkommt. Da die Tragwerkskonstruktion der Saalwand nicht viel Spielraum von der Konstruktion und von der Höhe her lässt, werden wir jetzt tatsächlich im Saal eine Spindel- oder Wendeltreppe einbauen, die dann in 4,8m Höhe durch die Decke stößt. Das ist die einzig sinnvoll/gangbare Lösung.

Aber das war noch nicht der einzige Termin. Der Bauphysiker war da und klärt jetzt, was gemacht werden kann/soll/muss. Der erste Kommentar war nett. Eine Innendämmung werden wir eh nicht machen. Es soll ja vielmehr dazu da sein, dass die Wand nicht so kalt ist, aber das ist keine Dämmung. Spontan hat er zu einem 6cm Lehmaufbau in welcher Forma auch immer oder zu 4cm Kalziumsilikatplatten geraten. Aber er geht das alles nochmals durch und gibt dann Bescheid.

Von der Innendämmung hängt auch ab, wie die große Fensterfront im Saal gestaltet wird. Der Fensterbauer war auch da und hat sich das angeschaut. Entweder es werden Kastenfenster, die dann mit einer dicken Innendämmung integriert werden. (danach sieht es im Augenblick aber nicht aus) oder die Fenster werden komplett neu nachgebaut. Das würde uns aus mehreren Gründen entgegenkommen. Es ist voraussichtlich billiger, die Fenster vereisen im Winter nicht ganz so schnell vom aufsteigenden „Dampf“ des Flusses, wir müssen nur die Hälfte putzen und es ist praktischer zu öffnen. Zumal der obere Teil der Fenster nur komplett ausgehängt werden kann, da dort keine Scharniere an den Fenstern angebracht sind. Aber mal abwarten, was Bauphysiker, Fensterbauer und Denkmalschutz sagen.

Der Statiker war da und hat sich die Begebenheiten angeschaut in Hinblick auf die neu zu erstellende Treppe und wo wir unser 600 Liter Aquarium und einen Flügel hinstellen können. Bei dem Gewicht ist das ja in so einem Haus auch nicht überall möglich. Aber wir finden anscheinend eine Lösung.

Auch der Dachdecker war da und wird ein Angebot machen, und der Denkmalschutz hat sich wieder angemeldet. Von diesem diesmal recht angenehmen Gespräch berichte ich später noch.

 

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Kommentare
  1. Lars sagt:

    Thema Innendämmung bei uns auch ein längeres Thema gewesen. Wir wollten keine Chemie (das Amt auch nicht) daher sind wir beim Dämmputz gelandet. Sehr effektives Zeug, vielleicht auch was für euch: Klimasan

    Für Bodenberührende Erdteile verwenden wir Perlite Schüttung (bspw. über unseren Gewölben mit eine Holzständerkonstruktion), für die Holzdecken Blähton als Hohlraumschüttung. Beides verhältnismäßig günstig und für Sanierungen am einfachsten einzubringen!

  2. Haydenspass sagt:

    Wir haben mit dem Bauphysiker verschiedene Sachen angedacht. Kalziumsilikatplatten, ein System von Sto und auch Lehmplatten. Im Augenblick sieht es nach Lehmplatten aus. Hat mehrere Vorteile: Ist eine natürliche Sache, wir können ggf. auch noch eine Wandheizung einbringen und der Putz auf der Innenseite der Außenwände kann dran bleiben.
    Wenn ich mir vorstelle, ich müsste den ganzen Putz abschlagen um die Alternativen anzubringen – puhhh. Zeit, Geld, Nerven und Kraft hab ich leider nicht wie Sand am Meer 🙂 Da bin ich doch Feuer und Flamme beim Lehm.
    Interessant ist auch was http://www.sanierungs-treffinger.de/ verbaut. Lehmputz mit Blähglas. Das prüfen wir gerade noch.

  3. Lars sagt:

    Ist halt auch eine Frage der Raumgrößen. Wenn man genug Raum hat und der Verlust nicht stört, ist das sicherlich auch eine gute Sache. Wir haben uns aus diesen Gründen und Vollziegelmauerwerk dann für die Klimasan Lösung entschieden, was ja auch eine natürliche Lösung ist. Ist halt immer Objektabhängig.

    Putz ab ist übrigens keine Hexerei! 😉 Das hat 5 Tage mit 3 Personen gedauert und das Haus war Putzfrei! Vier Container a 10m³. Große Flachmeissel (70/80mm) und Bohrhammer und loslegen. Im Nachhinein eine gute Entscheidung, den es hat sich diverses Flickwerk aus den 60/70er und diverse Schäden offenbart, das wir ansonsten gar nicht entdeckt hätten.

    Wir verzichten komplett auf Wandheizung und bauen einen Fußbodenheizung zwischen die Balken der Geschosse. Statisch kein Problem. Ist vielleicht für euch auch noch was: http://www.janssen-heizungssysteme.com/

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