Gute Nachrichten – die nächste Hürde ist genommen

Veröffentlicht: 13. April 2011 in Papier- und Behördenkram
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Erst mal das Positive zusammengefasst vorweg: wir haben jetzt einen Kompromiss mit dem Denkmalschutzamt gefunden, mit dem alle Beteiligten leben und auf dem wir aufbauen können.

Die strittigen Punkte für uns waren wie bereits an anderer Stelle erwähnt die Vertäfelung in Saal und Nebenzimmer und die Möglichkeit später einen Aufzug in der einen oder anderen Form einbauen zu können. Der Punkt mit dem Aufzug war eher unproblematisch, aber bei der Vertäfelung hatten wir so unsere Zweifel. Beim Ortstermin und im Gesprächsprotokoll sah es eher schwierig aus, da wir darauf hingewiesen wurden, dass die Vertäfelung nicht ohne schriftliche Genehmigung entfernt werden darf. Das hatten wir so zwar gar nicht vor, aber es hat natürlich erst mal eine gewissse Hürde aufgebaut.

Da wir am Grundriss so gut wie keine Veränderungen vornehmen und die Veränderungen, die wir geplant haben, weitgehend reversibel sind, waren die Leute vom Denkmalschutz glaube ich schon milde gestimmt. Auch die Planung der denkmalschutzgerechten Fenster, das erhalten der originalen Türen und Teile der originalen Böden haben dazu beigetragen, dass an anderer Stelle im Innenraum uns ein gewisser Spielraum eingeräumt wurde. So dürfen wir im Nebenzimmer die Vertäfelung zerstörungsfrei entfernen und einlagern. Dies war für uns bisher einer der Knackpunkte, da der Nebenraum zu Küche und Esszimmer umgestaltet wird. Unsere Vorstellung von diesem Raum hat nicht zu der Vertäfelung gepasst. Wir konnten uns die Kombination aus gestrichener Vertäfelung und einer grifflosen Hochglanzküche nicht vorstellen.

Im Saal soll bisher die Vertäfelung erhalten bleiben, aber damit können wir uns halbwegs arrangieren. Außerdem wurde die Möglichkeit in den Raum gestellt, die Vertäfelung teilweise zu verdecken. Aber auch über eine freie farbliche Gestaltung ist gesprochen worden. Damit werden wir hier sicher eine für uns annehmbare Lösung finden.

Außerdem haben wir im Saal ja eine große Fensterfront aus vielen einzelnen Scheiben und Fensterflügeln. Diese können aber mit modernen Techniken, was die Verglasug betrifft, nicht in dieser Filigranität neu erstellt werden. Also werden hier die originalen Fenster aufgearbeitet und bleiben in ihrer Einfachverglasung erhalten. Dahinter wird dann eine zweite Fensterfront mit großflügeligen Fenstern erstellt. Da auf der anderen Seite der Straße ein kleiner Fluss fließt kam es im Winter dazu, dass die Scheiben auf Grund der aufsteigenden Feuchtigkeit vom Fluss von außen vereist waren. Als wir den Herrn vom Denkmalschutz darauf angesprochen haben, dass uns das mit den Kastenfenstern ja wahrscheinlich wieder passieren wird, meinte er lapidar, wir hätten doch durch die großen Fenster genug Helligkeit und wie oft würden wir schon rausschauen. Manche Leute haben komische Vorstellungen. Aber naja.

Da wir den Stuck in allen Zimmern erhalten müssen, der aber wegen der geplanten Innendämmung nicht überall entsprechend erhalten werden kann, ist geplant die Decken abzuhängen. So wird der Stuck an den Außenwänden nicht durch die Innendämmung verdeckt, die Wäremedämmung ist gegeben und der Stuck bleibt erhalten. Hier verschließt sich mir zwar die Sinnhaftigkeit ein wenig, da der Stuck nie wieder sinnvoll im Originalzustand „genutzt“ werden kann, aber ok. Wenn es so funktioniert, dann machen wir das eben so.  Mal schauen, was uns das dann mehr kostet.

Die äußere Fassade bleibt wie zu erwarten war, im Originalzustand erhalten. Die Farbwahl müssen wir später noch abstimmen, aber hier sind wie nicht auf etwas bestimmtes fixiert. Außerdem hatten wir sowieso nicht vor die Ziegel in schwarz und die Balken in Rosa zu streichen. Einziger Wermutstropfen ist die Tatsache, dasss wir eine extra Garage erstellen müssen. Bisher hatten wir angedacht in den Seitenflügeln die Türöffnungen zu verbreitern, um hier die Garagen zu integrieren, aber das müssen wir leider lassen.

Somit sind zumindest mal die Punkte geklärt, die für uns von der Denkmalschutzseite aus ein Ende des Projekts bedeutet hätten. Jetzt müssen wir nur noch klären, wer die entstehenden Mehrkosten trägt. Aber ich vermute, auch da finden wir eine Lösung. Also sind wir mal guter Dinge.

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Kommentare
  1. Dirk sagt:

    Hoooray! Endlich geht’s bei Euch weiter!

    Alles Gute

    Dirk

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