Grüße aus dem Untergrund

Veröffentlicht: 9. März 2011 in Kuriositäten
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Wie ja schon an anderer Stelle erwähnt, haben wir außer unserem ebenerdig zugänglichenKellergeschoß auch einen von dort abgehenden Felsenkeller.Vom eigentlich Keller geht es in einem Gang von ca. 3 Metern Breite, in dem bisher die Öltanks stehen, in den Felsen. Da dieser Felsenkeller früher auch als Luftschutzbunker diente, wurden damals 2 Wände eingezogen, in die je zwei Metalltüren eingelassen sind. Von der damaligen Nutzung als Bunker zeugen noch diverse Einritzungen im Sandstein. Die Bunkertüren rosten schon seit Jahrzehnten still vor sich hin und lassen sich wahrscheinlich schon gar nicht mehr schließen. Im Zwischenraum zwischen den beiden damals eingezogenen Wänden geht eine Felsenkammer zur Seite weg, in der vor langer Zeit vorhandene Fässer weggegammelt sind. Nur die Metallreifen liegen wie Gerippe im lehmigen Boden. Durch die Decke dieser Nebenkammer zieht sich ein natürlicher Riss im Fels, der sich auch über die Decke bis auf die andere Seite erstreckt. Durch diesen Riss tropft und plätschert das Wasser, sammelt sich auf dem Boden und fließt dann durch eine Drainage nach draußen. In der Schneeschmelze war es ein richtiges kleines Bächlein, das da aus dem Fels kam. Inzwischen ist es nur noch ein vereinzeltes Tröpfeln.

Nach dem zweiten Satz rostiger Türen geht es weiter in den Felsen; im Gesamten ca. 15m. Am Ende biegt der Felsenkeller dann nach links ab und geht weitere 12m bis zu einem Kamin, der senkrecht  nach oben ins Freie führt. Durch diesen Kamin der in unserem oberen Garten etwa auf der Höhe des Dachgeschosses (ca. der 3. Stock) seine Öffnung hat, kommt frische Luft rein, sodass die Luft hier unten zwar steht, aber trotzdem frisch und nicht stickig ist. Durch diesen Kamin fliegen im Herbst wahrscheinlich auch unsere Fledermäuse ein.

Dieser hintere Felsenkeller ist ca. 5-6m breit und 2,5m hoch. Er ist zwar feucht und kühl, aber hier tropft es an sich nicht von der Decke. Vielleicht könnte man hier einen riesigen Weinkeller anlegen. Was wir allerdings mit diesem Felsenkeller wirklich machen können und wollen, ist noch völlig unklar. Bisher brauchen wir ihn nicht, da wir auf unserer Ebene auch noch einen kleinen Felsenkeller ohne Fledermäuse haben. Also werden wir ihn wohl weitgehend den Fledermäusen überlassen. Dazu müssen wir aber die organischen Materialien, wie verrottendes Holz und Laub, das durch den Kamin heruntergefallen ist, entfernen. Andernfalls fühlen sich die Fledermäuse vielleicht gestört. Was mich allerdings wundert ist, dass dort seit Jahrzehnten Holzfässer bis zu Unkenntlichkeit verrotten und das hat die großen Mausohren nicht gestört. Aber wir wollen trotzdem versuchen, es ihnen ein wenig angenehmer zu machen.

Aber im Sommer, wenn es draußen zu heiß ist und wir Abkühlung brauchen, können wir uns etwas wärmer angezogen in diesen dann ca. 12° Celsius kalten Keller zurückziehen und die Kühle und Stille genießen. Die Fledermäuse stören wir dann nicht, da sie hier nur Winterschlaf halten.

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